augen-, ohren-, mund-,
nasen- und hautschlaf
(die finger (inkonsequent)
drehen den schraubenzieher
– gedankenlockenwickler)
hals-, nasen-, ohren-
sch(l)a(f)f (hausen
wie die vanda… : „was’n
das für’ne polnische
wirtschaft hier?“ – sagte
meine mutter immer)

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The last shore – / View of the sea / Seal
Jack KEROUAC, Il libro del blues

zuuferletzt seh sie-gél
seesee= : see-selene
saß alleene : strandend see
sieben sandsee-siegel
sielt sich old shorehand
shore-sichtig vor-sichtig
sielbesiegelt letzt die see
nach letzten ufern schon

Lost in the blue
Pacific
Empty sea

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gimme gimme shelter
he’s gettin’ immer älter
and after he had felt her
skinny skills dann fällt er
in den eia popeia
was raschelt im stroh
reim hebt den schleier
das weiß ich auch so

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Salustius, Über die Götter und die Welt – 6,2

6,2 Unter den weltlichen Göttern sorgen einige dafür, daß die Welt ist; andere schenken ihr das Leben; wieder andere erfüllen sie mit Harmonie, da sie aus auseinanderstrebenden Elementen besteht; andere schließlich wachen über sie, sobald die Harmonie sie durchdrungen. Und da es sich hier um vier Funktionen handelt, und jede von ihnen einen Ursprung, ein Mittel und einen Zweck hat, ist die Zahl derer, die darüber Gewalt haben, genau zwölf.

[Salustius 6,1] <<>> [Salustius 6,3]

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steckt aus der welt des hauses
rauchend seinen kopf hervor
dem regen seine ohren
zu leihen : der gibt sie ihm
nicht wieder : fließen fort und
auf nimmertschüß und –ciao durch
dachrinnen abflußrohre
(auch bücher hab’ ich nie gern
verlieh’n : kamen nie zurück)
gurgeln nun heiser damit
vogel vogel und vogel
im letzten dämmernden licht

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bücken unterm walnußbaum
schmutzig=schwarz die ränder
unter schalen puhlenden
fingernägeln :
trauerränder – sagte
großmutter=anstand – und
„wenn du denkst du bist allein
mach die fingernägel rein“

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auf der linie des beginnens
ausgesetzt auf den bergen
hervorragend : sicher : nein
nur nach unten ragen und
täler weit die felder spreiz und
„bäumchen, bäumchen, wechsel dich“
… und kommest du aus dem tal
und stehest jäh vor dem meer
und murmelst thalassa thalassa
(so merkte er sich das
deutsche wort für „valle“)
dann … nur dann … ungeborgen
in der abwechslungsreichen
beliebigkeit des immer gleichen
(fehlen nur noch die wiesen)

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instillier‘ dir einen tropfen
dunkelmond mitten ins gesicht
du aber willst die gabe nicht
verhängest firmamentengrau
das zelt und zeigst mir deine
kalte schulter unter regen-
duschen ganz herbstinniglich

soviel zur ringförmigen sonnenfinsternis, die für heute angekündigt war

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[Wo das Meer stillsteht 4,1]

4. VERWEIGERTE GRANATÄPFEL

Purpur

der stengel der zeit – erregt diese blume einmal im jahr
die glieder sind strahlende fenster
lassen dich hören, wie du auf dem meer zerschellst
bäume gleichen erbarmungslos dem schimmern des schattens
öffnet den schatten – besitzt vergangene und künftige regenzeiten
sieht, von der rückseite des spiegels des frühlings,
wie das vortrefflichste organ eingesetzt wird
das aufreizendste paar flügel hat krankheit zur folge
staubfäden prahlen mit sofortigem tod
eines morgens gänzlich erleuchteter tod am meer
bestien in deinem körper – röter als blau
wild rennende zähne – werden schwarz von liebkosungen
je fauliger das glänzende blut, desto mehr eile hat es, die ungeduld zu verschlingen
grausamkeit – sind diese blumen
sonnenlicht so blendend hell, wenn sie saugen jeden tropfen todes
können nichts als saugen – das einzig schreckliche
meer stapelt die begrabenen farben der blütenblätter
rinnt – in diesem moment – an deinem bein herab

[Wo das Meer stillsteht 3,8] <<>> [Wo das Meer stillsteht 4,2]
Text nach YANG LIAN, Dove si ferma il mare

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Ich sagte freundlich zu mir selbst:
‚Du bist ein Hanswurst!‘

Georges BATAILLE, Abbé C‘

freundlich auch sagt
die kassiererin
im supermarkt ihr „tschüß“
und meint vielleicht
genau dasselbe :
so daß dein lächeln
verlegt verlogen verlegen
sich hanswurstig und
hab-ich-auch-nichts-vergessen
gegen dich kehrt

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