Archiv des Autors: Helmut Schulze

Die Bräute (November 1917)

Wenn der weiße Nebel steiget… Wunderbar? Nein, wie Krätze und Läuse Ein Stoßen und Drängeln hebt an auf dem Chemin des Dames Die Bräute sind’s von Hurtebise Immer wieder im November, sie fluchen und fluchen Sie, Verlobte Sie, Liebende Sie, … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Chemin des Dames | Hinterlasse einen Kommentar

Danach (November 1917)

Nach dem Krieg Zurück im goldenen Zeitalter Mit deinen Augen als Fenster Deine Träume wieder beschreiten: Weizen- Wiesen- Dickichtsein Blaue Streifen weiße Streifen Schwarze Spiegel teichgeboren Deine samt’nen Lider Meinen Küssen opfern Ade Granaten, ade das Laden und Abfeuern der … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Chemin des Dames | Hinterlasse einen Kommentar

diese sätze …

diese sätze denen du nicht glaubst und auch nicht den farben der blüten über den schlaff herabhängenden blättern ihr halb und halb und überhaupt blumen! die farben der wörter die sich nicht fügen schwarze punkte rostiges eisen eine wolke zog … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Ibn Hamdîs, Diwan, XXVI (Er antwortet auf zwei Verse…)

Er antwortet auf zwei Verse, die ihm der maghrebinische Dichter geschrieben, der nach Ägypten gegangen und dann zurückkehrt war 1 Glänzt vielleicht dein Brief durch die Ornamente, mit denen ihn verziert, der ihn schrieb, oder ist dort ein Garten, über … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Ibn Hamdîs | Hinterlasse einen Kommentar

Ibn Hamdîs, Diwan, XXV (Wie viele Flüchtlinge…)

1 Wie viele Flüchtlinge, nach denen die ferne Geliebte seufzt! Wie viele Verzweifelte, deren Andenken die Betrübte quält! 2 Die Traurigkeit über die Trennung ward Herr über uns, aber wer weiß, ob nicht schon bald der Nähe Trost… 3 Und … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Ein Vater (November 1917)

Er hatte hunderttausend Schritte gemacht Er hatte sogar versucht, zweihundert Nächte zu schlafen Seit der zweiten, da er’s erfahren Aber er blieb auf dem Platz für immer Stehen Benommen Steinern Taub geworden Dem Gesang der Vögel und mehr noch den … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Chemin des Dames | Hinterlasse einen Kommentar

und blumen …

und blumen die eine wie die rosen die jetzt gesprossen sind so frisch wie ihr kitschiges rosa ins lächeln gab als vergehe ihr eine zeit die ihr zum grab geworden hin- wiederum lächeln Und mit einem Lächeln bedeckte sie eine … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

daß ich keine …

daß ich keine gedichte mehr lesen kann denen ein strahlendes gebiß vorangestellt meins ist künstlich zum größten teil manchmal schlafe ich ohne es den träumen ist das egal im spiegel dann am morgen halten die lippen dicht zueinander und sagen … Weiterlesen

Veröffentlicht unter nebensätze | 2 Kommentare

die ich von …

die ich von oben sah im regnerischen afternoon die schirme und nur die jeans verrieten sich und mich

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Denkmal für die Lebenden (November 1917)

Mitten im Dorf unterm Friedensbaum Ihre Namen auf Marmor, an dem Jahrzehnte genagt Und ein bißchen Angst, meinen eigenen dort zu finden Aber nein – so die Stimme des Friedens – es ist vorbei Was da schlägt, schlägt links unter … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Chemin des Dames | Hinterlasse einen Kommentar