Archiv des Autors: Helmut Schulze

In aller Stille (Dezember 1917)

Wenn ich dann wieder bei mir bin Trag’ ich zu Markte, was mir an Waffenschrott die Vorderen gelassen Ich schnapp’ mir die Pfanne und mache uns Eier Dich lieben werde ich Lernen werde ich zu bügeln Du wirst es mir … Weiterlesen

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Verwünschungen (Dezember 1917)

Für den Chemin des Dames Sind mir leichte Sohlen lieber Ob ich, frag’ ich sie dann, übers Feld gehen darf Es könnte ja sein, daß ich Spuren verwische Wenn meine Schritte in die ihren geraten – Mes amis Ihr ahnt … Weiterlesen

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Zur Front (Dezember 1917)

Tief atmend, schrill ins Vertikale dann pfeift Im ausgehenden November der Zug Dein Schaudern beim bloßen Hauch von Dampf Alarm Alarm Du ziehst den Kragen hoch Dürftiger Schutz vor der Kälte, die kommt Reibst dir Flugasche aus den Augen Bereits … Weiterlesen

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peripherien lesen …

peripherien lesen ihre geräusche ihr klopfen an der tür als ihm die kippe den aschenbecher auf dem ungeraden tisch schaukeln ließ mich umdrehen zur tür mit den achseln zucken ein “du nicht” behaupten

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s’intendessi …

s’intendessi “sentimenti” le parole non le avrei scelto “sapientemente” e i fiori puzzan di cimitero di pensieri e le rose d’autunno sono assenze e tutt’un tutt’i santi nel bisogno la parola non ha bisogno di dire bisogno, ma s’inizia   … Weiterlesen

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Speigel („Mirror“ von Sylvia Plath)

Silbern bin ich, haarscharf. Vorurteile? Kenn ich nicht. Was auch immer ich seh’, ich schling’s hinunter So wie’s ist, ob es nun schmeckt oder nicht. Nein, ich bin nicht grausam, nur ehrlich – Auge eines kleines Gottes, viereckig. Meistens meditier’ … Weiterlesen

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ich altes weib …

ich altes weib ich schneid’ mir ab die zung’ die zichten will wie mit reisig der buckel beladen dort aus dem wald sag nichts dem weiher dort der beschimpft was in ihn schaut und sich zichten da labet sich wer … Weiterlesen

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Fronturlaub (November 1917)

Und dann bekam er ihn Zwei Jahre drauf gewartet, er weiß es nicht mehr Er hört Im kalten Raum, wo man’s ihm sagte Den einen Offizier sich lustig machen Es solle gefälligst aufpassen Daß ihm der Frieden Nicht den Boden … Weiterlesen

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Kummerchor (November 17)

Nach dem Vorbild ihrer Scheunen Errichteten unsere Kawenzmänner Kirchen und Abteien Die sie ins Tal stellten Es hübsch zu machen und zu meditieren Fromm im Schatten Der Jahrhunderte während Ihre Handflächen dem Stein ihre Liebe zur Jungfrau übertrugen – Erträumt … Weiterlesen

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wenn’s deucht …

wenn’s deucht glaub nicht dem dir nicht mehr als dem was feucht über wangen dir an licht die lampe gießt die spiegelt sich und glaub es sei ein docht ihm doch erlaubt zu dünken daß dir leucht’ ein wenglein licht … Weiterlesen

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