Archiv des Autors: Helmut Schulze

und blumen …

und blumen die eine wie die rosen die jetzt gesprossen sind so frisch wie ihr kitschiges rosa ins lächeln gab als vergehe ihr eine zeit die ihr zum grab geworden hin- wiederum lächeln Und mit einem Lächeln bedeckte sie eine … Weiterlesen

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daß ich keine …

daß ich keine gedichte mehr lesen kann denen ein strahlendes gebiß vorangestellt meins ist künstlich zum größten teil manchmal schlafe ich ohne es den träumen ist das egal im spiegel dann am morgen halten die lippen dicht zueinander und sagen … Weiterlesen

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die ich von …

die ich von oben sah im regnerischen afternoon die schirme und nur die jeans verrieten sich und mich

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Denkmal für die Lebenden (November 1917)

Mitten im Dorf unterm Friedensbaum Ihre Namen auf Marmor, an dem Jahrzehnte genagt Und ein bißchen Angst, meinen eigenen dort zu finden Aber nein – so die Stimme des Friedens – es ist vorbei Was da schlägt, schlägt links unter … Weiterlesen

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noch ungeboren …

noch ungeboren die hände im seifenschaum und hastig ein himmel im bleibenstraum lippen die stumm sich falten zum gebet zum ferme ta gueule sag jetzt mal nichts zwar, sie zucken wissen ums warum die hände nur noch haut

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Mütter (November 1917)

Prosaische Gottheiten, eingeschlossen in die Nacht der Küchen Blaue oder weiße Schürzen – ab dreißig dann schwarze Wir haben die Kleinen gewickelt und nicht gespart Mit Zärtlichkeiten, unaufhörlich, das einzig Wahre Am Brunnen der Liebe besänftigte Ängste, nie versiegende Quelle, … Weiterlesen

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Ibn Hamdîs, Diwan, XXIV (Nicht weiß, daß Lieb‘ in mir wohnt…)

1 Nicht weiß, daß Lieb‘ in mir wohnt, wer tadelnd ein freies Herz hat und ein frei blickend Aug‘. 2 Meine Leidenschaft, mein Traurigsein, er kennt sie nicht. So gehe denn hin zu ihm, was mir Leiden schafft, aber nicht … Weiterlesen

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Rückkehr der Gespenster (November 1917)

Verdreckte Lumpen Joppen voller Läuse Ins Gras beißen vor Gewehrläufen, als tote Hand, so kehrt ihr wieder Eure Klagen, eure zerrissenen Lippen Was, November-Gespenster, habt ihr mir vorzuwerfen? Gut, ich bin beleibt und frei gealtert im Frieden Ich weiß Müh’ … Weiterlesen

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Ibn Hamdîs, Diwan, XXIII

Er beschreibt einen Mühlstein 1 Schau, wie er sich dreht im Kreise; die Achse steht scheinbar still und doch bewegt sie sich. 2 Wenn er genährt vom Korn des Ackers, erfüllt er seine Pflicht der Barmherzigkeit. 3 Du glaubst, er … Weiterlesen

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Ibn Hamdîs, Diwan, XXII

Er beschreibt einen Fluß 1 Schau ihn dir an, sein Wesen entspricht der Natur des Wandelbaren. Er kriecht gleich einer Schlange, die Wellen ihre schuppige Haut. 2 Wenn über ihn des Zephyrs Pfoten streichen, kommt er dir vor wie ein … Weiterlesen

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