Monatsarchive: April 2013

Unfertig – Giacomo Joyce 48

Unfertig. Eine kahle Wohnung. Trübes Tageslicht. Ein langes schwarzes Klavier: Totenschrein der Musik. Abgelegt auf dessen Rand ein Frauenhut mit roten Blumen und ein zusammengerollter Schirm. Ihr Familienwappen: ein Helm, Zinnoberrot, ein Speer, frei heraus auf zobelschwarzem Feld. Post scriptum: … Weiterlesen

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„Warum?“ – Giacomo Joyce 47

„Warum?“ „Sonst wär’s mir unmöglich, Sie wiederzusehen.“ Schweifen – durch Räume – durch Zeitalter – Espenlaub der Sterne – und schwindender Himmel – Stille – noch tiefere Stille – Stille der Nichtswerdung – und ihre Stimme. Non hunc sed Barabbam! … Weiterlesen

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Jan Pieters Sweelinck – Giacomo Joyce 46

Jan Pieters Sweelinck. Der wundersame Name des alten holländischen Musikers läßt alles Schöne in wundersame Ferne entrücken. Ich höre seine Variationen für Klavichord über eine alte Weise: Mein junges Leben hat ein End. In der Nebelwelt der alten Klänge glimmt … Weiterlesen

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Das überzeugt mich nun wirklich nicht … Giacomo Joyce 45

– Das überzeugt mich nun wirklich nicht, daß solche Beschäftigungen des Geistes und des Körpers auch noch der Gesundheit schaden sollen. Sie spricht. Eine schwache Stimme, ferner noch als die kalten Sterne. Pythisches Orakel. Sprich doch! Sprich weiter, laß mich … Weiterlesen

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Eine weiche erbsengrüne Decke … Giacomo Joyce 44

Eine weiche erbsengrüne Decke blieb zerknautscht auf dem Sofa liegen. Ein enges Pariser Zimmer. Grad lag da noch die Friseuse. Ich küßte ihren Strumpf und spielte mit dem verstaubten Saum ihres rostroten Rocks. Dem der anderen. Sie. Gogarty kam gestern, … Weiterlesen

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im dunkel …

im dunkel ganz stikum da streben die schritte die sterben dem bald wieder zu (ei) (ei) die hände die schirren die spülung und woll’n ins zuvor (ei) (ei)

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Sie legen mir zu Füßen Teppiche aus … Giacomo Joyce 43

Sie legen mir zu Füßen Teppiche aus für den Einzug des Menschensohns und warten, daß ich vorübergehe. Sie steht im gelben Schatten der Vestibüls, über die herabsinkenden Schultern zieht sie gegen die Kälte ein Wolltuch zusammen: und als ich verwundert … Weiterlesen

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Nachdem ich bei Ralli gewesen … Giacomo Joyce 42

Nachdem ich bei Ralli gewesen, steht sie unversehens neben mir vor einem blinden Bettler, auch sie mit einem Almosen in der Hand. Als Antwort auf mein hastiges Grüßen dreht sie sich weg und wendet ihre schwarzen Basiliskenaugen ab. E col … Weiterlesen

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