Glücklich sein …

Glücklich sein heißt ohne Schrecken seiner selbst innewerden können.

Walter Benjamin, Einbahnstraße

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Salustius, Über die Götter und die Welt – 13,2

13,2 Alles was geschieht, tritt entweder durch Kunstfertigkeit oder von Natur aus oder aus Kraft ein.
Dasjenige jedoch, was durch Kunstfertigkeit und von Natur aus verursacht wird, muß notwendigerweise der Wirkung vorausgehen; was allerdings durch eine Kraft verursacht wird, bildet einen einzigen Körper mit ihren Wirkungen, da ihre Kraft von ihm untrennbar ist. Gerade so, wie das Licht untrennbar ist von der Sonne, die Hitze vom Feuer und die Kälte vom Schnee.

[Salustius 13,1] <<>> [Salustius 13,3]
Einleitendes

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there’s a hole in the bucket

via Befindlichkeiten

The Extraction of the Stone of Madness

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verdunkeltes sprechen …

verdunkeltes sprechen :
die faule hälfte des pfirsichs
dem schimmel
schon weiße punkte setzt

die guten liegen noch
im kühlschrank

und haben eine
telefonnummer

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[Wo das Meer stillsteht 5,8]

Wo das meer stillsteht (3)

2

dieser todesähnliche augenblick – dieser augenblick der leidenschaft
dieser augenblick, ausdruckslos auf schwarzem bettlaken
und gleichzeitig in der schwebe über dem meer – fleisch
flieht vor sich selbst durch den spiegel aus fleisch
das lodernde organ ein korridor
lähmung – das strahlend blaue ziel, das den ozean zum blenden bringt
mädchen schreien dringend nach rast – wenn das sein stillsteht
die zartesten fenster sind feucht, aufgestoßen vom meer

stürze in eine richtung – die richtung, die es nie gab
weit fort von den klimpernden fingern – ist das instrument selbst musik
weit fort vom wind – lagert das salz in der wunde der ganzen vergangenheit
nur das jetzt ist wie vergessen
das ausdruckslose wasser der begierde mittags auf schwarzem bettlaken
je weiter fort die verwandtschaft desto strahlender – der augenblick, der die sünde erhellt
im jetzt ist keine zeit – niemand wacht langsam auf
zu sagen – illusion beiseite, kein meer könne lebendig werden

[Wo das Meer stillsteht 5,7] <<>> [Wo das Meer stillsteht 5,9]
Text nach YANG LIAN, Dove si ferma il mare

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flach gehobelt …

flach gehobelt
und vergoren
die grenzen

abgefüllt
in flaschen
: trink
brüderchen!

der keller ist voll
und es brennt
so schön

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horsten …

horsten
abgrundhoch

das unten
ein stürzen
ins aug‘

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bevor ich mir …

bevor ich mir
den suppenrest
von vorgestern
warm machte

in der zeitung
von gestern
geblättert

ver : gangen : heit
ver : gegen : wärtigt

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unbeaufsichtigte hühner

indes der weg
nicht enden wollte

aber doch enden
mußte (nicht gewußtes
wo)

stumm geworden
die gedanken:

fingern still
nach den

großen schwarzen vögeln
neben mir
auf dem schreibtisch

so etwas läßt sich nicht
ausdrücken
wohl aber deutlich
bemerken

beim lesen im musil notiert : das kursive

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verwundbar

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