zwischenbacken
gleitet seifenhand
schaumgebor’ner
einphall
auf dem bidet
(10.12.2002)
zwischenbacken
gleitet seifenhand
schaumgebor’ner
einphall
auf dem bidet
(10.12.2002)
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tagblaugrau wo deine worte tagen in die tropfen regens |
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wollen kommen ’nunter fallen spitzhalm spießt dich auf |||||||||||||| |
wollen kommen ’nunter fallen spitzhalm spießt dich auf |||||||||||||| |
wollen kommen ’nunter fallen spitzhalm spießt dich auf |||||||||||||| |
wollen kommen ’nunter fallen spitzhalm spießt dich auf |||||||||||||| |
wollen kommen ’nunter fallen spitzhalm spießt dich auf |||||||||||||| |
dunkel mir
mund
von wespen
am fliegengitter
öffnen und
rauslassen
flackert das
augenwort
während sich
unsere blicke
auf dem teller
mit den küchenkräutern
„treffen“
bücher
die man ungern
ausliest
sich aber gern
verschreibt:
liber m.!
13,3 Deshalb: Wenn die Götter die Welt durch den Eingriff einer Kunst machen, dann erschaffen sie nicht deren Sein, sondern ihre Art zu Sein, da jede Kunst eine Form erzeugt. Woher also schöpft die Welt das Sein?
Falls sie es aufgrund einer natürlichen Ursächlichkeit machen: Jede derart Gemachte überträgt in der Wirkung etwas von sich selbst. Weil die Götter unkörperlich sind, sollte sich dies auch für die Welt ergeben.
Wenn dann jemand zu behaupten versuchte, daß auch die Götter Körper seien: Woher käme die Kraft der unkörperlichen Wesen?
Aber selbst, wenn man den ganzen Punkt zugeben wollte: Zerstören wir doch einmal die Welt, so wird auch der, der sie gemacht, zugrunde gehen, falls das Unternehmen naturbedingt ist.
[Salustius 13,2] <<>> [Salustius 13,4]
Einleitendes
fünf zentimeter
himmel
gußeisern beschwert
„logico“
sagt der bauernsohn
der in terni
im stahlwerk
für krupp arbeitet
ohrenzelte
erzirpt

Alger, 1935. Un modeste employé, Meursault, enterre sa mère sans manifester le moindre sentiment.
ungetrennt und
nichtvereint
ein mitten wir
im tode
daß das leben
behalten werde
willst
neige
verneine
du
als könne das bild jenseits des spiegels
vor dem spiegel erscheinen
Wo das meer stillsteht (3)
3
kraftlos lebendig und kein weg zurück
im kollektiven luftschnappen des ozeans
namen – verletzbare nüsse, die nieder geglitten
fingernägel widerstehen den jahreszeiten – versuchter mord mitnichten tödlich
vogelschwingen haben die bilder kalt werden lassen
du bist – jemandes traum und das, was jemand daraus macht
was stillsteht und was schmerzlos vom stillstand verändert wird
du bist – immer deines spiegels verdorbenere vorstellung
je mehr abwesend sind – desto mehr noch ist es die welt
jeder wassertropfen verneint das blau, das den blick ausfüllt
des todes kompakter sand – ausgestreut über die stadt der nacht
der faulende zeitungsfisch
ein modriger schatten, einmal mehr in der lage, eine frau in den wehen zu finden
nur – wenn einer des anderen tinnitus hört
wird sich wirklichkeit öffnen – wie ein kompendium dunkelsten wissens
die sprache, die keine vergangenheit hat – zwingt dich zu lernen
was fürchterlich ist, wenn du zurückblickst, ist dein eigenes
gesicht – ein geistähnlicher schwindel, reflektiert vom grab
geschichte – das silberweiß von baumstümpfen, vom herbst aus gesehen
seine blätter identisch mit den allerschlechtesten nachrichten
und beide nicht wahr – doch tausendmal ihr sterben im himmel
das meer – so scharf, daß es dich vernichtet – macht dich zum du des augenblicks
wo des spiegels fiktives ende sich endlos ins weite dehnt
[Wo das Meer stillsteht 5,8] <<>> [Wo das Meer stillsteht 5,10]
Text nach YANG LIAN, Dove si ferma il mare
der du sie dir einzeln
erjast
Paul Celan
hervorgekrochen
aus der deutschen
sprechecke
all die „ja“
während des
fußballspiels
und auch das „ja“
(wo „sì“ gefragt war)
einst auf dem kapitol
im standesamt
ansonsten passim:
„o cazz’!“