Salustius, Über die Götter und die Welt – 9,7

9,7 Wie bereits im Fall der Vorsehung und Fatalität, so besteht das Glück gleichermaßen für Völker und Städte wie für den einzelnen Menschen. Es bleibt jetzt auch hiervon zu sprechen.
Gegenstand des Kultes ist unter dem Namen der Fortuna die Kraft der Götter, welche die unterschiedlichen Angelegenheiten und die unerwarteten Vorfälle aufs Beste verfügen. Deshalb ziemt es besonders den Städten, die Göttin durch einem öffentlichen Kult zu ehren, da jede von ihnen aus einer Verquickung unterschiedlicher Elemente hervorgeht. Sitz ihrer Kraft ist der Mond, denn jenseits davon kann ein Vorfall sich nicht einmal auf gut Glück ereignen.

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Einleitendes

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warten auf die …

warten auf die
abfahrt des zuges
im blick den
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auf dem bahnsteig

fort schweigt
sich welt
aus den bildern

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besuch

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weiß es …

weiß es
zu schauen
im aug
dir

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[Wo das Meer stillsteht 4,22]

Was zu ende ging

dieses gedicht, das den tiger stört – muß enden auf
einem tisch, der dem ellbogen entflieht
der sturm der worte war stets ein lebewohl

erde – bewegt sich immer unter einem beweglichen roten streifen
eines jeden tages weißer baumstamm verliert die fleischigen blätter
mit den knien spürst du den tiger
der durch dich hindurchgeht – und die sterne in den bauch der dunkelheit schlingt

ein schädel, der nicht schweben kann – bringt vögel zur geltung
ein am seegrund ertrunkenes kind – bereichert den in mondlicht getauchten hintergrund
erneuert wird lediglich der schlaf
schlaf unterwegs – winzige purpurorgane träumen von eichhörnchen
schlaf außerhalb des körpers – läßt den körper immer wieder an seiner stelle
lerne, ein boshafterer gott zu sein
marschiere weiter ohne tod – kein ende ist das letzte ende

o, tiger sammelnder stein
glaubst, du bewegtest dich wirklich
aber ist es nicht geblendete lähmung bei
jedem schritt, den du zu erdichten gezwungen?

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Text nach YANG LIAN, Dove si ferma il mare

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morgen, und morgen …

Morgen, und morgen, und dann wieder morgen,
Kriecht so mit kleinem Schritt von Tag zu Tag …

Macbeth, V,5

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hin und her pendelt …

hin und her pendelt
das schwarze
des knopfes
der schnur
des fliegengitters
des fensters
des zimmers
des

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wasserspiegelscherben …

wasserspiegelscherben
nach der regennacht

im traume hörte
ich es donnern

die geschwollenen adern
der erde

aber auch – am fenster –
badezimmerspiegelersatz

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Salustius, Über die Götter und die Welt – 9,6

9,6 Wie stellen sie es an, Chronos und Ares wieder gütig werden zu lassen, nachdem sie sie für boshaft erklärt haben, und ihnen Philosophie und Großartigkeit zuzuschreiben, Befehlsgewalt über Heerscharen und Wiederfinden von Schätzen? Wenn sie als Ursache Quadraturen und Trigone anführen, dann erscheint es widersinnig, daß die Götter sich mit ihrer Position verändern, während die menschliche Tugend sich überall gleich bleibt. Außerdem lehrt die Vorhersage der guten und bösen Abkunft, daß die Sterne nicht alles festlegen, sondern daß sie sich – in gewissen Fällen – auf eine Anspielung beschränken. In der Tat, wie könnten von der Geburt je die Ereignisse abhängen, die ihr vorausgehen?

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Einleitendes

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die lichtschranken entsperren …

die lichtschranken entsperren
und beim blinken
während des schließens
zum windsack
sich blähen

„UUUUUGO!“

ach, da kommt
er ja schon…

der HUND

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