ihr die doch wieder geschrieben : denn nichts mehr davon : wenn die vorbei ist : hinterm freitag nun höre : schon ihrer arbeit und : ein habe ich in ihr es : der trauer um andere versteckt : sich nicht mal tränen dabei : bräuchte kurz rüber zu fahren : natürlich ihren verflossenen : und bei der am : untermieter suchen : die dritte hat sich einen neuen : hals ist es gelaufen : und muß zu viel arbeit davon sprechen : daß schließlich ja wieder : jetzt schon der vierten : kann man wohl auch offiziell

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gewitter

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komm …

komm
wir bleiben noch auf
das warteprogramm
ist lang
und abendfüllend
geht bis in die nacht
solange auch morpheus
auf sich warten läßt
und alle welt
steht ums haus
und wartet ihrerseits
komm
wir bleiben noch auf
vielleicht wartet sie auf uns
aber wir lassen sie warten
das warteprogramm
ist lang

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und ich mußte mit geschlossenen Augen noch einmal meine Augen schließen

Rolf Dieter Brinkmann, Schnitte, 119

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an den tisch …

an den tisch
vor die bar
am brunnen
der platz
an das glas
vor dem tore
(chipshände)
am brunnen
die lippen

den toren

schatten

dieweil

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des unpassenden augenblicks …

des unpassenden augenblicks
verlieren das „wohlgemut“
als unterm t-shirt
die entdeckung
das im schlendern
der spiegel der ankleidekabine
nicht an mir hinabglitt
wie der geruch hinauf
der sich im schlendern
unterm pullover
wie ich es ungern hatte
von deodorant hervorquoll
und so besteht einer
doch nicht nur
aus seiner visage
voller wohlgemut-prickel

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stottert nicht wer „denn all“ …

stottert nicht wer „denn all“
sagt und „ist’s“ und wird
es auch sein – „anders“
der glatten rede nicht
trauend noch auch den
sinnen im gegängelten
sinn, wäre auch sonst nichts
anders als erst das anhebende
„all ist’s anders“-leben

als er einmal versucht hatte, ein Hölderlin-Zitat zu korrigieren, daß er als solches nicht erkannt hatte und ihm in der anordnung der worte doch recht merkwürdig vorkam (denn die ihm vorliegende version war anders als die verlinkte)

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Traurigfroh, wie das Herz, wenn es, sich selbst zu schön / Liebend unterzugehen / In die Fluthen der Zeit sich wirft.

Friedrich HÖLDERLIN: Heidelberg

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in bildern sein …

in bildern sein
die einem nicht gehören
zuweilen ein herzschlag
ein einig pochen
fremder herzen
aber eines jeden zeit
mitnichten bemessen
nach der des andern

so stirbt das bild
des andern, dort wo
dein eig’nes die zeit
zu täuschen sucht’
und hört bald selber auf

zu pochen
zu pochen
zu pochen

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zwei dvd fünfzehn euro …

zwei dvd fünfzehn euro
alle anderen baracken noch zu
film hard sessomania
aber so früh mochte keiner
schon kunde sein und sich
durchs angebot klacken

vorn schon zogen barbusig
najaden im ewigen schwall
meeresgetüme in den griff
ihrer arme und fort den auf schritt
die blicke nicht lassenden tritt

ins weite ans ende : und sah’s

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