wer vorbeigeht …

wer vorbeigeht
hinterläßt
die er hinter sich
gelassen die sich
gegen-
seitig anschaut
oder anschau’n

deren gesell-
schaft der ort

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Ohne Nasal

Die immer etwas zue Nase, die mich des französischen Nasals in der Erinnerung an eine kryptische Woche der Schönheit (beauté) der Güte beraubte: Semaine de bonté. Weil ich rechtfertigen wollte, daß der nächste Freitag wohl doch am besten passe. Für das Kennenlernen. Daß es auch der Tag der Venus sei, habe ich verschwiegen bzw. es nicht sagend unter Fortnahme aller Nasale bzw. Nasendrehereien dann doch gesagt, weil mir sieben Hände eingaben, was zehn Finger nicht zu schreiben vermochten bzw. sich getrauten. Aber im nachhinein dann doch schrieben. Als ich etwa „Schönheit“ und die „sieben“ zum „settebello“ verband, mit dem einerseits eine Wasserballmannschaft gemeint ist (von diesem Sport war am Telefon mal die Rede), andererseits aber auch eine Präservativmarke (ob’s die noch gibt, weiß ich nicht), was mir jetzt erst einfällt. Wer zu lesen versteht… und nachzuschlagen: settebello (o sette bello) m. 1 Karosieben f; (sette di denari) Schellsieben f. 2 (Ferr) Luxuszug m Mailand-Rom. Aber was vorlaut sich hervortut, ist das, was den verbergenden Rücken verrät, der später erst hinzukam, auch wenn’s ihn schon vorher gab.

Etr 300 Settebello su salto 1

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Des oeufs

Die drei mittleren Finger an den Schläfen. Jeweils an je einer. Das Pochen unter den Fingerkuppen einschläfern. Daß es überhaupt noch pocht! Mein bei Hitze unfähiger Körper (30 Grad im Arbeitszimmer). Es pocht von unten nach oben, von hinten nach vorn. Aber das ist genauso wie der Satz, den ich gerade las, daß nämlich die Russen von links nach rechts angreifen. Schon ist der Fehler da! Es war: „von rechts nach links“. Nein, ich will mich auf das Pochen konzentrieren. Die Macht der Gebärde verändert den Raum und die Geste ist ihr Kommentar. Wer Mails mit diesem Zitat bekommt, weiß von wem die Mail und das Zitat sind. Die Geste ist der Kommentar zur Gebärde, die den Raum verändert. Die Wortgeste ist der Kommentar, mit dem das Lauschen auf den Raum reagiert, den die Gedankengebärde verändert hat. Denn irgendwas ist ja geschehen: das was deine worte wandeln wenn sie zu mir gehen und dann wieder von mir gehen. Die Geste ist die Verwandlung der Veränderung des Raums durch die Gebärde. Der Tonfall der Geste greift von links nach rechts an. Oder schiebt sich dazwischen. Die drei mittleren Finger an den Schläfen. Jeweils an je einer. Jemand winkte mir heute zu im Supermarkt. Damit war das heutige Spiel ausgeglichen. Das Schweigen ist das Weiterführen des Tonfalls zur Geste zur Gebärde zum Raum.

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das was …

das was
deine worte
wandeln
wenn sie
zu mir gehen
und dann
wieder von mir
gehen

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Offen gelassen

Das sich vor sich schützende Bild, das sich vor sich schützende Wort. Das sich nicht zulassende Bild, das sich nicht zulassende Wort. Das offen gelassene Bild, das offen gelassene Wort. „Euripides hingegen läßt die Tore im Stück aufspringen…“, das Tor zum Gesetz ist immer offen. Das offen gelassene Tor. Das sich vor sich schützende Gesetz. „… um dem Publikum einen Blick in einen Innenraum zu eröffnen, in dem sich…“, „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.“: „eine Katastrophe abgespielt hat“. Heinrich, arbeiten mit herakles; Offenbarung 3,20.

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ajtys

schuhe, das thema (es sollte aufs bild zu klicken nicht versäumt werden)

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tschilli mi …

tschilli mi
die finger die
spitzen so 1
mm-hauch
appena appena
überm rückgrat
den wirbeln
(7 halswirbel
12 brustwirbel
5 lendenwirbel
†-bein steißbein)
wo sie aufhör’n
so jüx so
tierra del fuego
kälter als alles
was brennt

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Rhinozeros

Krumm war die Nas’ und aufgestülpt,
und überquer das Kinn;

Burgess, Uhrwerk Orange

Rocky horrorshow (хорошо) Pictures und Lügen haben kurze Beine oder erigierende Nasen. Den Zusammenhang hatte ich nie gesehen zwischen Alex’ langer Nase und der von Pinocchio. Lang nase fotos und bilder: „lang, nosed, schmetterling, fish“ – „long-nosed, fledermäuse, roosting, baum, stamm“ – „zwei, sehr, häßlich, lang, nosed, bitches, deutsch, karneval“ – „nine-banded, long-nosed, gürteltier, nord, amerika“ – „frau, aufpassen, mann, blasen, nase“ – „frau, schauen, unten, nase, fotoapperat, porträt“ – „jung, mann, küssen, frau, nase, bett, extrem, nahaufnahme“ – „mittler, erwachsener, frau, berühren, mannes, nase“ – Darauf stieß mich eine Mail von heute, nachdem ich gestern Abend „Uhrwerk Orange“ von Kubrick im Original gesehen hatte: Collodi könne sie ja nun gar nicht ausstehen, Pinocchio auch nicht, und schon gar nicht all seine Abenteuer. „Wenn wir’s den armen Kindern erzählen, die sich dauernd an die Nase fassen, um zu spüren, ob und wie sie gewachsen sei… was für Geschichten!“ Und sie habe dazu mal etwas aufgeführt, mit einem ganz anderen Ende: „denn es ist unmöglich, an ein Kind zu denken, das nicht lügt“. Nur, weil ich meinen Ärger zum Ausdruck gebracht hatte über ihre Ketten-Mail von neulich mit einem Text von Beppe Grillo, des Tenors: wenn ihr auch dagegen seid, daß das Benzin teurer wird, schickt diese Mail an so viele Leute wie möglich. Und sie dann hakte ein beim „grillo parlante“, der nimmerstillen, uns dazwischenredenden Grille. So wurde dann Alex’ Maske (im Buch ist nur von Dims Shelley-Maske die Rede, mehr fand ich nicht beim Blättern) zur – sowieso – phallischen Lüge, die die Wahrheit in der Lüge zeigt. Stichworte zum Rubrizieren dieses Beitrags: ich, heute, du, nase, lang, drehen. Und das alle Näse lang und der Nase nach.

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dort auch …

dort auch
schon gewesen
wo das aug’
in den sich
berührenden
fingerspitzen
sich aber- und

wiederfindet

ohne festhalten
zu können
was es sieht
und sah und
sehen wird

sein des sehens
abersein werden

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ßaßa

Déjà çáçà. Pas vu. Pas encore. De vue en vie. Deux ne sont pas un double. Eine Curry-Dublette mit Pommeß. Mit Ketchup. Wenn sie alle hungrig statt dessen aus der Lamäng ein Döner. Sich ein’ pfeifen. Dürüm. Aber Zazie: ma dendò è che viè sta puzza? Stinkst’n hier so? Es nicht hier haben, sondern im nieder’n Sachsen, ist jetzt auch Mist. Hier riecht’s nach Zwiebeln. Beim Schälen kamen mir aber keine Tränen. Dies den Allerweltsbefindlichkeiten. Çaça. Nächsten Sonntag vielleicht. Der Wind in den Zweigen des Sassafras. Von demselben:

Ein Brief aus Brasilien… Ich komme! Ich komme!

Was für eine schöne Nacht!… Danke, mein Gott, für deine dunkle Güte.

Reine Engel, strahlende Engel!

Didier. Pierre und Pierre de Brézé sind gleichaltrig. Meine Fingernägel tragen Trauer für Didier. Ich nage unaufhörlich an meinen Nägeln. Das hat einen Namen.

Caca. Rühr nicht dran, Caca!

Die Liebkosungen eines Blinden… Die Liebkosungen einer Negerin… Was für eine schöne…

Sarah Bernhardt bei den Poilus. Die Poilus zu Sarah: – Nackt gemacht! Nackt gemacht!

René de Obaldia: Der Hundertjährige. Nächsten Sonntag le dimanche de ma vie. Vie : leicht. Wie im Quinault. Ruf mich an!

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