Salustius, Über die Götter und die Welt – 4,9

4,9 Da der Mythos in so enger Verwandtschaft zur Welt steht, feiern wir einen Ritus, der an jene Ereignisse erinnert, um dessen großartige Ordnung nachzuahmen. Welch herrlicheren Zierat gäbe es, damit zu prunken?
In Anbetracht dessen, daß auch wir vom Himmel gefallen und gemeinsam mit der Nymphe gelebt haben, sind wir als erstes niedergeschlagen und enthalten uns jeder schweren oder unreinen Speise – Dinge, die beide zusammen der Seele schaden. Es folgt darauf die Verstümmelung der Bäume und das Fasten, grad so, als ob auch wir den weiteren Fortschritt der Zeugung abschnitten. Danach Milchnahrung, wie es sich den Wiederauflebenden geziemt; und zum Abschluß Freudenbezeigungen und Kränze, wie ein erneutes Emporsteigen zu den Göttern.
[Salustius 4,8] <<>> [Salustius 4,10]

Dieser Beitrag wurde unter salustius veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.