stillerhaben
stand’st du rum
dir zum ruhme
ich-AG und fürstenthum
des geschneuzte
nas’ nun stumm
er errang’s, am
auge wächst ihm eine blum’
Die Nacht war… kalt und stumm.
lyrisches intermezzo LXII (nach vorgeschriebenen endreimen)
stillerhaben
stand’st du rum
dir zum ruhme
ich-AG und fürstenthum
des geschneuzte
nas’ nun stumm
er errang’s, am
auge wächst ihm eine blum’
Die Nacht war… kalt und stumm.
lyrisches intermezzo LXII (nach vorgeschriebenen endreimen)
Der Wald ist ohne Gnade taub schwarz und stumm. *
ja, liefest denn auch du in ihm herum?
wenn mitternacht dir dann verknüttelt
daß keiner außer dir den kopf dort schüttelt?
Die Mitternacht war kalt und stumm
lyrisches intermezzo LXI (nach vorgeschriebenen endreimen)
* Heiner Müller in ‚Anatomie Titus Fall of Rome’ nach Shakespeare: „the woods are ruthless, dreadful, deaf, and dull“ (Titus Andronicus). Zitiert nach Uljana Wolf ‚kochanie ich habe brot gekauft’.
bloß
die blöße : immer
groß
die größe : immer
schoß
die schöße : immer
das gedränge
und gezwänge
weh
das wehe : finden
zäh
die eh’ : verwinden
jäh
den gleichmut : schinden
daß ich mich bohr’
ins taube ohr
stand
und sah : gestirne
fand
nur blick : gezwirne
bannt
nach irgendsmyrne
fragt ich sich : mich?
was hindert mich?
Da komm ich endlich vor das letzte Tor
lyrisches intermezzo LX (nach vorgeschriebenen endreimen)
die augen schließen
vor den augen
die sich schließen
und weißt
was du sieht
und ich verbirgt
du bist wie eine erde
die niemand je gesagt.
du wartest auf nichts
wenn nicht auf das wort
das dann dem boden entspringt
wie eine frucht in den zweigen.
ein wind ist, der dich einholt.
was trocken und was abertot
das füllt dich an, geht mit dem wind.
uralte glieder und worte.
im sommer, da zitterst du.
29. Oktober 45
Tu sei come una terra
che nessuno ha mai detto.
Tu non attendi nulla
se non la parola
che sgorgherà dal fondo
come un frutto tra i rami.
C’è un vento che ti giunge.
Cose secche e rimorte
t’ingombrano e vanno nel vento.
Membra e parole antiche.
Tu tremi nell‘ estate.
29 ottobre ’45
Cesare Pavese (übersetzt für D.)
drüber, nein: drunter
doch lieber: in die höh’
himmelfahrtsschübe
wo ich geh’ und steh’
an ihrem lippensaume
erhole ich mich : kühl
(august stramms hüfte
„verhalten“ : kalkül)
reimungeheuer
unheimlich ihr trab
dich immer zwingend
zur negation von „grab“
& : palma-gekunkel
dies lied
aufgehoben
verblüht
Und treiben damit ihr Spiel
lyrisches intermezzo LIX (nach vorgeschriebenen endreimen)
hainwärts den schritten verlo…
heimwärts den schriften verlo…
einwärts dem auswärts verlo…
der wahrheit zu sagen
was schrift
die sich biegt
zu lügen dir flicht
wo gabe sich freit
aprikosen-
blüten – kalt
selbst im mantel
: schattenbald
du/ich schreiten
sonnenaus
zitrusduftig
spucken aus
kern’ und diener
please-pläsier
drängend stürmisch
„hier sind wir!“
lach! ich mache
arm will arm
windkobolde
tränen : larmes
grünen blättern
dich als saum
ungescheiter
wäre schaum
Die Hunde bellen, die Diener
lyrisches intermezzo LVIII (nach vorgeschriebenen endreimen)
liegen
sagte
der stein
fliegen
sagte
ich
werfen
wußte
das verb
treffen
der schmerz
den sie
fügen
Variante für “I did my duty”: I did my beauty.