stille der nächte, abendkühle …

stille der nächte, abendkühle
funkelnde welten, unermeßlich
höhlen, die schweigen und schwarz
ihr schlagt die seele in bann

sonnengeflitter, buntfroher sinn
lautes treiben – den seichten gefällt’s

nur den dichter sucht heim
liebe zu ruhigem sein

Charles Camille Saint-Saëns
(dt. von mir – das frz. Original bei svarupa)

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wärme mit verme …

wärme mit verme
zu übersetzen
käme der
steigerungsform
würmer
am nächsten

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wind blies gegen …

wind blies gegen
– irgendwann –
brachte regen

sank das thermometer
im nu auf minus eins
und wurde schnee
der schräge
der regen

weiß nicht
doch dann ließ
einen orkan ich
die fluren fegen

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palaver

e parlava
den ganzen tag
vorm fenster
gesten- und
wortreich

(ich brauchte
nur hinsehen)

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unbewegt liegen die äcker …

unbewegt liegen die äcker
und doch nicht starr
es rühren die zweige sich kaum
und dennoch sind’s zeichen
selbst der himmel ein stetiges
in ständigem wandel
und auf dem feld die steine
sammeln selber sich auf

auch ich wäre lieber still
und wünschte zwar glück
doch nicht zum neuen
wo neues nie sein wird
sobald es gekommen
als wiederkehr eines alten
in gewandelter form

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der liebe arbeit …

der liebe arbeit
die stirne
ans kissen geschweißt
und mich geköpft
der lieb’
nicht mehr vertagt

enge die gäng’
wie träume sind
von dem heraus
das ein hinein

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wer biß dich …

wer biß dich
kämpe oder
knapp‘ daneben
zahngefeit
und-ichthyisch

da seind
einzeller wohl
am werkeln

a propos meiner einstufung als „verbissenes dichterisches Einzelkämpferdasein“, allhier: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24281/1.html

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saget, ihr heimeligen …

saget, ihr heimeligen
was arget ihr
dem dunkelgebar’
wollet allweil nichts
als gewähr und
wahren was gehen
dem weg nur vertraut

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auf dem rücken …

auf dem rücken
mich tragen lassen
von lauter
auch nicht
und
noch nicht
abgeworfen werden
rechts und links
gleichzeitig

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gran caffè …

„gran caffè
Bonbon“
ich glaubte nicht
daß du noch
schreiben würdest
ich muß arg drücken
damit noch etwas
lesbar bleibt
auf dem papier

(für einen
herumliegenden
fast vergessenen
kugelschreiber
mir der aufschrift
„gran caffè Bonbon“
gefunden im zug
von fiumicino
richtung orte
bei einer rückreise
von berlin)

den anderen
(schwarzen)
seh’ ich erst
jetzt neben
der schwarzen
tastatur auf dem
schwarzen schreibtisch

ceci bon ceci bon

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