die rote wunde …

die rote wunde
dort wo fels und hügel
eine mulde bilden
die nur das auge
sich aus linien schafft
wie wenn das rote
selber sich
in deinen blick
als fackel wirft

damit er selbst
das kalkwerk läßt
zu butter werden
und zerlassen ganz
ein wenig rosa
in die ebene gießen

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nur sich begreifend …

nur sich begreifend
ergibt als mitte
sich der weg
gesäumt von dem
was nur sich selbst
versteht und
das im sehen
das nicht schaut
versäumnis wird
und keines blattes
mehr bedarf
mit ihm zu fallen

es fällt von selbst
ein jedes nur für sich

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das arithmetische ziel der angst …

das arithmetische ziel der angst
der sofort-stillstand, dem zu entfliehen
die panik dich auf die beine schickt
die fensterblicke zu multiplizieren
mit einem faktor, den die blicke in die
zimmer mit dem exponenten der
zigarettenzahl dir vorgibt auf der
flucht vor dem ende der flucht, wo
anfang das ende nicht mehr weiß
bis sie endlich sich verliert und um
gestalten schwappt, die einer nichtswelt
angehören, in der sie dir geben
was an reichtum sie von dir
empfangen, aus dem sie sind

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fertig das …

fertig das
gedicht
so daß
von dir
die rede
sein kann
nicht
von ihm
dem dich
fertig
machenden
gedicht

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berlusconi ist die sich durch den besitz braungebrannter fußballspieler behauptende antwort auf die frage des globalen problems der gleichmachung im zeichen des sich im eigenen sudelnden, dem das andere eine spielart des eigenen, das kein anderes erfordert, als sich selbst.

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ohne zeichen …

ohne zeichen
zu setzen
das komma
des all(es)-
(ist)eins
(& egal)

das treten
der bremse
hinterm
betonmischer

die ruhe
die dich nicht
in ruhe läßt

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… und …

… und
ich nicht sie
diese tage
die sich
andehnen
die nase
plattdrücken
die nervöse
hand

„her damit!“

das fuchtelnde
theater

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schwarz ein …

schwarz ein
himmel
herbstschnell
einfach da

des wissens
wissen
entbehrend

alle profane
vermischt
der heiligen
lie-

der stummen
die -be nicht sagt
wo ein „a“ war

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Er: sieh den tag.
Ich: es ist dunkel.
Er: sieh den tag.
Ich: wenn es doch aber dunkel ist.
Er: Licht aus Schatten zu greifen, / Das ist Dichterberuf.
Ich: allein, wenn tags mich nacht umgraust?
Er: ah, du vermagst es also zu sehen, das andere?
Ich: abgesehen davon: wo hast du all die abermonate gesteckt?
Er: im anderen.
Ich: was für ein anderer?
Er: die richtigen fragen geben immer die richtigen antworten.
Ich: ver-steh-ich-nich!
Er: ich weiß.
Ich: oder war es ein anderes?
Er: dito.
Ich: essen werde ich dir aber hier nicht bereiten.
Er: ist auch nicht notwendig.
Ich: das heißt?
Er: ich bin satt und weiß, wohin damit.
Ich: morgen?
Er: immer!
lichter anzündend dem sich hebenden blick, verschwand er. immer? was?
Er (aus der ferne): die mail, die du gerade schicktest!

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die abschaffung der schuld : sei der vergebliche versuch : das böse abzuschaffen : (ein auswärts gelesener artikel über umbrialibri unter dem diesjährigen motto „in fondo al male“) : da aber das böse sei/ist : könne/kann schuld nicht abgeschafft : (halb las ich es : halb dacht‘ ich es nach) : nur verdrängt werden : ohne daß dadurch das böse aufhört : zu bestehen : und das böse nährt : was als gutes : die firniß der gleichheit : nach dem lustprinzip : über das ganze breitet : unter welcher der käse gedeiht : der aus uns allen feinschmecker macht

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