Salustius, Über die Götter und die Welt – 20,3

20,3 Kehrten die Seelen nicht in Körper zurück, müßte ihre Zahl unbegrenzt sein, oder der Gott müßte ständig neue schaffen. Aber in der Welt gibt es nichts Unbegrenztes, da nichts Unbegrenztes im Begrenzten Platz findet. Auch ist es nicht möglich, daß neue Seelen entstehen, da notwendigerweise alles, was wird, unvollkommen ist; und der Welt, die aus etwas Vollkommenem herrührt, gebührt das Attribut der Vollkommenheit.

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im einerlei …

im einerlei
dann verklangen
unter scherzen
die vom bangen

dich in derlei
not befangen
nicht entbanden
aber sangen

wie im wunderschönen monat mai

lyrisches intermezzo I (nach vorgeschriebenen endreimen)

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Salustius, Über die Götter und die Welt – 20,2

20,2 Man kann die Seelenwanderung aus der Beobachtung der angeborenen Fehler schließen (warum sonst kommen einige blind, andere verkrüppelt und noch andere zur Welt, die an der Seele selbst erkrankt sind?), so wie aus der Beobachtung, daß die Seelen, die ihrer Natur gemäß befähigt sind, in einem Körper wesen, nicht bis in alle Ewigkeit untätig sein dürfen, nachdem sie diesen Körper verlassen.

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Salustius, Über die Götter und die Welt – 20,1

20,1 Wenn die Seele in ein vernunftbegabtes Geschöpf übergeht, wird sie zur Seele dieses Körpers; geht sie hingegen in ein unvernünftiges Geschöpf über, begleitet es die Seele von außen, so wie uns unsere Schutzgeister begleiten; denn eine Seele könnte niemals die Seele eines unvernünftigen Geschöpfes werden.

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stehen …

stehen
am fenster die muschel
rechts am ohr in der hand
du der schwarze soratte
vorm schwarzen himmel
der nacht

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Salustius, Über die Götter und die Welt – 19,2

19,2 Bestraft werden sie, sobald sie den Körper verlassen haben: von denen einige hier herumirren, andere sich zu gewissen kalten oder warmen Orten der Erde begeben, andere wiederum von den Dämonen gequält werden, wobei sie all das mit der irrationalen Seele ertragen, die die Komplizin ihrer Tat war. Ihretwegen nimmt auch jener Körper Form an, der dem Schatten gleicht und den man in der Nähe der Gräber sieht, besonders derjenigen, die ein böses Leben führten.

[Salustius 19,1] <<>> [Salustius 20,1]
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der blick der …

der blick der
geschlossen
so kurz vor
mitternacht
als ich mich zu-
ruderte schon
einem nomos
(lautlos die fäden
die sich spannen
aus netzhäuten)
keinem oikos
mehr aufge-
woben
aber deiner
short message
sense ability

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Salustius, Über die Götter und die Welt – 19,1

19,1 Wenn weder auf diese noch auf eine andere Schuld augenblicklich die Bestrafung der Schuldigen folgt, dann darf das nicht verwundern.
Denn die Aufgabe der Seelenbestrafung ist nicht ausschließlich den Dämonen anvertraut, sondern die Seele straft sich auch von selbst.
Und da die Seelen ewig währen, war es nicht ratsam, daß sie sich in kurzer Zeit für alles bestraften.
Schließlich muß es auch eine menschliche Tugend geben. Würden die Schuldigen augenblicklich gestraft, dann würden die Menschen das Rechte aus Furcht tun und der Tugend entbehren.

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das neben …

das neben
das bei dir ist
der hund
der dich anbellt
der dich erkennt
nach all dem
außer dir
dich an dich
erinnert
als das neben
das als
bei-dir-sein
dir trotzt

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Salustius, Über die Götter und die Welt – 18,2

18,2 Es ist schließlich nicht unwahrscheinlich, daß auch der Unglaube eine Form der Strafe ist : und man kann vernünftigerweise annehmen, daß diejenigen, die die Götter in einem vorherigen Leben kannten, sie aber nur gering achteten, in einem späteren Leben dieser Kenntnis beraubt werden; so wie es notwendig war, daß Dike, die Gerechtigkeit, diejenigen weitab von den wahren Göttern verbannte, die ihre Könige als Götter verehrten.

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