Salustius, Über die Götter und die Welt – 19,1

19,1 Wenn weder auf diese noch auf eine andere Schuld augenblicklich die Bestrafung der Schuldigen folgt, dann darf das nicht verwundern.
Denn die Aufgabe der Seelenbestrafung ist nicht ausschließlich den Dämonen anvertraut, sondern die Seele straft sich auch von selbst.
Und da die Seelen ewig währen, war es nicht ratsam, daß sie sich in kurzer Zeit für alles bestraften.
Schließlich muß es auch eine menschliche Tugend geben. Würden die Schuldigen augenblicklich gestraft, dann würden die Menschen das Rechte aus Furcht tun und der Tugend entbehren.

[Salustius 18,2] <<>> [Salustius 19,2]
Einleitendes

Dieser Beitrag wurde unter salustius veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.