
handtiere
deine worte
säumen raum
this is the the way
to the museyroom
bau’ mir raum
in deinen worten
willing : done
im dehnen
im schrumpfen
der wände
schaum der tage
wehgenuß
– Que savez-vous faire? demanda le directeur.
– J’ai appris des rudiments…, dit Colin.
– Je veux dire, dit le directeur, à quoi passez-vous votre temps?
– Le plus clair de mon temps, dit Colin, je le passe à l’obscurcir.
– Pourquoi? demanda plus bas le directeur.
– Parce que la lumière me gène, dit Colin.
Boris VIAN, L’écume des jours
Salustius, Über die Götter und die Welt – 4,5
4,5 Die materialistische und letzte Art ist die vor allem von den Ägyptern aufgrund ihrer Roheit angewandte Art. Denn sie glaubten, die Körper selbst seien Götter, und nannten die Erde Isis, das feuchte Element Osiris, die Hitze Typhon; oder – um weitere Beispiele zu nennen – Chronos das Wasser, Adonis die Ernten, Dionysos den Wein. Nun zu sagen, daß diese Dinge den Göttern heilig – wie auch die Pflanzen, Steine oder Tiere –, zeigt den Verständigen; sie nun Götter zu nennen, beweiset aber den Unverständigen. Es sei denn, er mache es wie wir, wenn wir allgemein die Sonnenkugel und die Gesamtheit ihrer Strahlen Sonne nennen.
[Salustius 4,4] <<>> [Salustius 4,6]
reise ins vergessene innere
raunt schiene
des vergessens
raunt schiene
reisendes raunen
reise zu dir
denn im erinnern
bewohnt dich schmerz
und hält dich zurück
[My wheel is in the dark!
I cannot see a spoke
Yet know its dripping feet
Go round and round.
My foot is on the Tide!
An unfrequented road –
Yet have all roads
A clearing at the end –
Some resigned the Loom –
Some in the busy tomb
Find quaint employ –
Some with new – stately feet –
Pass royal through the gate –
Flinging the problem back
At you und I!
Emily DICKINSON, 10]
bauchreden
und -hören
die stummen
die tauben
die
hände

portrait of the artist as an angry young man
ode
o mond!
wo?
o mond!
da?
ode
o mond!
sonnenwonne doch…
ja
o mond!
o sole!
ode
o mond!
sonnenwonne noch…
wo?
da?
ah da! ade!
sonnenwonne
ode
o mond!
fieluhr?
o mond!
ode
fieluhr?
odo!
o du!
fieluhr?
odo!
o mond!
du!
[Wo das Meer stillsteht 2,23]
Biographie
5. Pause & intermezzo
sonnige tage beginnen immer im meer
beginnen im stetigen weiß – beginnen im lügen
immer erinnern wir uns schlecht an die zeit – bis
wir einen toten garten beschneiden und dabei rosen pflücken
in der sonne – rote und weiße makrogehirne
auf der jagd nach der unordentlichen handschrift in einem tagebuch
wie erinneren uns schlecht – an die salzigen gerüche des seewinds tag für tag
da wir körper ohne adresse sind
statisch bewegungslos das blau – blendet erst, nachdem die erinnerungen herausgegeben
einmal eingeäschert – geht das aschenleben weiter
rosen beschneiden, bis der garten aufs meer verlegt ist
einen augenblick überfluten, den niemand gelebt
mit piktographischer sensibilität und piktographischer gleichgültigkeit
[Wo das Meer stillsteht 2,22] <<>> [Wo das Meer stillsteht 2,24]
Text nach YANG LIAN, Dove si ferma il mare
so wie der genesene, der seine krankheit
im geiste an sich vorüberziehen läßt
die ihn gerade verlassen
so wie am rande des abgrundes einer
in gedanken den zweig dünner werden läßt
der quer dem fels entsprossen
so pflegt die seele, durchquert von schmerz
für lange zeit, zu zweifeln an ihrer identität
und sucht nach einem beweis
[sehr frei nach der italienischen Version eines Gedichtes von Emily DICKINSON]