wie zufällig trafen wir uns
zu vereinbarter stunde
am vereinbarten ort
gingen ins vereinbarte lokal
und als du nach dem essen
auf den riesenmonitor starrtest
legte sich meine hand
zufällig um deinen arm
der zufällig auf dem tisch lag
und zufällig aßen und tranken wir
dasselbe mit ausnahme der beilage
grad so als hättern wir uns verabredet

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stets harmet schluderweh
den wohlwillen und entlöcket
howl-geburten dem ach-mund :
das zeitgezeter umlindwurmt
hoffnungsgrün : wehwindarme
ihrer umpanzung entbrüsten
umsummen twolips twolips tulipan
verjagen wehwölf‘ mit luderlust

The kitchen window is open,
to admit air…
– to admit… to admit…

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senkrecht schweigt der regen
den sommer tot : kein wind zerrt
schiefe wasserfäden : erdschollen
zu ockerbraunen klößen formt
der steten tropfen wasserschwall

herbstregen im septembermorgen
: vom anblick selbst schon fröstelt
haut : doch ist’s nicht kälte : die
in schaudern sich entlädt : dich traf
im vorübergeh’n eines faunes augen=blick

„Man schrieb es ihm zu, wenn man ungewöhnliche Stimmen zu hören oder Gesichter zu sehen glaubete. Dion. Hal. l. V. p. 290.“ – Benjamin Hederich: Gründliches mythologisches Lexikon – Art. „FAVNUS“

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Salustius, Über die Götter und die Welt – 5,2

5,2 Der ersten Ursache ziemt es, einzig zu sein – da die Einheit jeder Zahl vorangeht – und alles durch Kraft und Güte zu bezwingen. Deshalb nimmt notwendigerweise alles an ihr teil: denn nichts Fremdes wird ihr aufgrund ihrer Kraft ein Hindernis sein, noch wird sie angesichts ihrer Güte zum Stillstand kommen.
[Salustius 5,1] <<>> [Salustius 5,3]

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berthold : braunschweig : september 1980

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handlose armstümpfe
warten vor dir auf mich
doch zu kurz war die nacht
als daß meine finger
verheddert im unterholz
der worte sich wieder
zusammenlesen und
an händen über brüste
sich wölben ließen

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augen rennen hin und her
im traum von wort raum
zu wort traum zu war
trau schau wem : was war?

blog orlog blog orlog war
das weiß ich noch wo nicht
elstern diebische auch
rossinibusch umhäusert mich

hab ihn nun doch zuend
gelesen : den pynchon : den

a hap a chee

und das soll ich nun veröffentlichen, als sagte ich: „das soll ich nun verantworten“, wo ich das doch nimmer kann

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45 war eh alles vorbei
no daddy back vom krieg
engelmacherin machte
mutterengel mit mutterblut
(ostarbeiterfrucht)
danach noch 41 jahr‘
lehmleben hoch drei
heute sein geburtstag
liegt in den tod geboren
seit 19 jahren nun
schon so lang so lang
daddy, daddy, you bastard
sprech‘ jetzt von mei’m
sagt‘ ich „pappa“ sagt‘ ich wohl

geboren wurde mein vater (helmut schulze sen.) am 15.9.33, er starb am 15.2.86

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ganz in schwarz
wie die fledermäuse
denen ich heute
morgen gut‘ nacht
gesagt – vorm spiegel
tengo la camisa negra
porque negra
tengo el alma
und
würgest den schleim
der nacht hervor

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ein auge borgen
vom stein
dem sich nähert
der fuß
den bewegt der schritt
des vom stein
geborgten auges

(gestein(ich)t)

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