vormittagsstille, lediglich
krähenhändel mit kra kra
der hund hockt weiter fort
unter einem olivenbaum
wir schau’n uns lange an
auch ich hock‘ mich nieder
dann kommt er an

all das, solang‘ die zigarette reicht
und weiter geht’s im text
(aber dieser ist es nicht)

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klicken! und Dank an Synopsis!

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(O)

spiegelei
speak a lie

überall
überfall

( _ _ ‚ ) : ( ‚ _ ‚ ) : ( ‚ _ _ )

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Durch das geschlossene fenster hinein lugt Er, das gesicht voller ackerfurchen, in die der regen sich eingegraben:
„Na, vermißt du mich? hättest mich heute nacht ruhig rufen können, als der blitz euch den strom aus den leitungen fegte.“
Ehrlich gesagt, hatte ich an etwas ganz anderes gedacht bzw. nach dem entsprechenden gewitterknall noch halb im nunmehr vergessenen traum meine wahrnehmungen abgetastet, um dann abermals – aber jetzt mit der hand – nach der taschenlampe zu tasten, damit unterwegs zur toilette keine ungesehenen ecken unvorhergesehene unfälle verursachen.
„Wieso? hast du wieder den beruf gewechselt?“
„Du meinst radio E.R.? eigentlich nicht, immer noch in der AT-branche.“
„AT?“
„Atmosphärische Turbulenzen.“
Ich senkte den blick über die brille und sah gerade noch, wie Er hoch in die luft sprang, ein paar saltos drehte und sich bäuchlings auf den acker klatschen ließ. mit lehmverschmiertem gesicht grinste Er noch kurz zu mir hin und vermischte sich dann mit den aufgeworfenen furchen (die blätter am walnußbaum zittern immer noch).

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wolkenspiele traumspiele
verfranste kondensstreifen
brennender feuchter
holzabfall hüllt mich ein
in weißen rauch

habemus papam

(aber nicht EINE(R), der (die) daran gedacht hätte, mir zu 100 tagen blog zu gratulieren: nun ist es zu spät… nunmehr wird dergleichen nicht mehr akzeptiert und völlig ignoriert…)

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cool:
auf der landstraße
zwischen den beinen
die bierdose
in der linken hand
die zigarette
mit der rechten
die kurven entlang

das autoradio im kopf
überträgt
„Pomp and Circumstance“
(für die „Diebische Elster“
fehlt indes der mumm
und das richtige auto)

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lasciarci la pelle (ums leben kommen
oder wörtlich: die haut dalassen) –
fiel mir heute ein, als ich staub wischte
und ich mich daran erinnerte, daß staub
zum größten teil nichts anderes als tote
abgestoßene, abgeschuppte hautzellen

Nachtrag (25.10.): damit das schaf, das ein totes lamm geboren, ein anderes fremdes lamm an seinen euter heranläßt, wird das fremde lamm mit dem toten lamm abgerieben oder ihm wird dessen abgezogenes fell übergelegt (sah und erfuhr ich gestern).

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dürres raschelndes laub
vorsichtiges schreiten
kurzes innehalten
fortraschelndes laub
unsichtbare schritte
schieben raschelnd
treten knisternd auf
dürres gelbes laub

im halbdämmer
tapert blind ein käfer
von blatt zu blatt

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heute wieder
gedichte versenken
auf nimmer- und vielleicht
wiedersehen

wie die bäume entlang der straße
unten in der niederung
von nebelzungen fortgeleckt
morgen – wer weiß –
gar nicht mehr existieren

nebel-leben

heute wieder texte geangelt
aus dem nebelmeer der gedanken
und wieder hinabgeworfen
auf nimmer- und nur
vielleicht wiedersehen

so wie die bäume entlang der straße
unten in der niederung
versunken in nebelmahren
morgen – wer weiß –
gar nicht mehr existieren

nebel-leben

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in küchen ticken küchenuhren
immer ticken in küchen küchenuhren
das ist die stille der küchen
das ticken ihrer küchenuhren
und es gibt keine stillere stille
als das ticken der küchenuhren

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