wer mit worten verletzt, begeht zwar keine körperverletzung, aber einen rufmord.

Veröffentlicht unter Unkategorisiert | Kommentar hinterlassen

s.c.h.w.e.i.g.e.n. i.s.t. a.u.c.h. e.i.n.e. a.n.t.w.o.r.t.

Veröffentlicht unter Unkategorisiert | Kommentar hinterlassen

laß mich in ruhe, sprach die klette zum pullover

Veröffentlicht unter Unkategorisiert | Kommentar hinterlassen

november
sonnenlose tage
ein jeder eilt
durch die straßen
ohne umwege
zu sich nach haus’

(auch das gedicht eilt durch die zeilen und „ohne umwege“ zu glatt an sein allzu versöhnliches ende : gefällt mir nicht.)

flotter vierzeiler

zeile um zeile
eilt das gedicht
seinem ende
entgegen

Archiv (30.05.2001)

Veröffentlicht unter Unkategorisiert | Kommentar hinterlassen

draußen dunkelt novembernacht : und als hätte ich stets mein zimmer um mich : wo ich steh’ und geh’ : (ein wandelndes parallelepipedon) : legt sich zwischen zimmer und welt : immer ein doppelfenster : an dem ich zwar meine nase plattdrücken kann : durch das ich aber meine hand nicht stecken : und nicht ausstrecken kann : so mag’s wohl einem fisch : in seinem aquarium gehen : (auch so ein rand der welt)

in diesem zusammenhang mag vielleicht diese meine übersetzung das thema bereichern: http://www.geocities.com/aristipp.geo/kuesse/dossi.htm.

Veröffentlicht unter Unkategorisiert | Kommentar hinterlassen

Typischer Fall von Parallalie:
Ich überlegte, daß ich mir doch Äthylalkohol kaufen und ihn dann mit irgendwelchen anderen Flüssigkeiten vermischen könnte: alles schön auf die Alkoholprozente abgestimmt : 10% oder so, damit ein Grundpegel vorhanden ist (käme evtl. billiger). Schlage dann Pynchon „Die Enden der Parabel“ zwecks Weiterlesens auf der mit dem Lesezeichen markierten Seite 272/273 auf und finde folgenden Satz:
„Gwenhidwy trinkt gern und viel, meistens Äthylalkohol, den er sich zu sagenhaften Wahnsinnigen-Wissenschaftler-Gebräuen zusammenmixt, abwechselnd mit Rindfleischbrühe, Johannisbeer- oder Hustensirup, mit bitteren, rülpsenmachenden Infusionen aus Valerianswurzel, Beifuß und Frauenschuh [Äpfelschuh’! – Anm. von mir], was er halt gerade zur Hand hat.“
Dies sind die staunenswerten Dinge im Leben! („rülpsenmachenden“ gefällt mir wenig als Übersetzung für „belch-gathering“ , also eher „Rülpser ansammelnden“ (sehr gefällt mir das englische Original für „Beifuß“: „motherwort“!))

Veröffentlicht unter Unkategorisiert | Kommentar hinterlassen

ja is gut ja ich lebe noch ja doch guck doch einfach öfter rein weil wenn ich nix schreib dann leb ich nich weil wenn du siehst daß ich nix schreib sagen wir mal für länger dann kann ja sein daß ich irgendwie verhindert oder irgendso’n infarkt oder iktus oder was weiß ich da lieg ich dann und kann mich nich rührn auf dem steinernen fußboden und komm nirgends ran und dann kann ich ja hier nix schrei’m und also wenn du siehst daß ich hier was schreib‘ dann lieg ich nich auf dem boden und japse mir letzte züge in die lungen und also schreib ich doch und weil ich doch dann schreibe dann lebe ich doch also guck öfter rein tu das ruhig kann ja nix schaden

Veröffentlicht unter Unkategorisiert | Kommentar hinterlassen

der tag so weit
wie das auge reicht:
bis zum rand der welt

dahinter das reich
der erinnerung
ein sich ständig
neu knüpfender teppich

(nach einem spaziergang)

Veröffentlicht unter Unkategorisiert | Kommentar hinterlassen

Perché non scrivere in italiano? Zwiesprach halten : oder Chaos del Triperuno, cause from yonder you came : quattr’occhi? parce qu’il y a des mer(e)s? : und fünfe grad’ sein lassen im Eklektischen… andererseits: in dubiis abstine!

Veröffentlicht unter Unkategorisiert | Kommentar hinterlassen

M’illumino
d’immenso

(UNGARETTI)

Ich erleuchte mich
durch Unermeßliches
(übersetzt von Ingeborg BACHMANN)

oder:
Ich erstrahle
durch Unermeßliches

Aufstrahlt mich
Unendliches

Mir wird so licht
vom Grenzenlosen

Ich leuchte auf
von Ungeheurem

Ungeheures
macht mich licht

Mich läßt erstrahlen
Unermeßlichkeit

[SPRICHWORTE (1966-1969) /// EINS (Rom, im Bett, dösend, in der nacht vom 27. auf den 28. juni 1966) // man beginnt zu singen / und man singt, um zu enden // ZWEI // zum singen ist geboren, / wer vom lieben stirbt // zum lieben ist geboren, / wer vom singen stirbt // DREI // wer zum singen geboren, / singt auch im sterben // VIER // wer zum lieben geboren, / wird vom lieben sterben // FÜNF // bei der geburt weißt du nichts / im leben lernst du wenig / im sterben aber wird dir scheinen / die einzige lehre / sei diejenige, die sich läutert / wenn sie in der liebe sich absondert // SECHS //]

wir könnten fortfahren

(UNGARETTI)

Veröffentlicht unter Uebersetzungen | Kommentar hinterlassen