eines tages
(von einigen
unbedeutenden
abweichungen
abgesehen)
ein tag
(das ist
dem tag
sein tag
(das ist
des tages
tag
(das ist
(von einigen
unbedeutenden
abweichungen
abgesehen)
: klammer zu)))
eines tages
(von einigen
unbedeutenden
abweichungen
abgesehen)
ein tag
(das ist
dem tag
sein tag
(das ist
des tages
tag
(das ist
(von einigen
unbedeutenden
abweichungen
abgesehen)
: klammer zu)))
im marginalen
schnittpunkt
für einen augen-
blick der eigenen
mitte entrückt
… und es zieh
meinen blick
dein blick
meines blickes
nun singet alle
„schattender to…“
habest dein äuglein
auf mich gericht’
„schattender to…“
atmet dich ein
atmet dich aus
„schattender to…“
ach bind doch ein
bändchen um das
was die stimm’
„schattender to…“
wie soll’s weitergehen?
d?
t?
n?
r?
16,2 Erstens: da alles, was wir haben, von den Göttern kommt, ist es billig, demjenigen, der diese Dinge spendet, die ersten Früchte dessen zu weihen, was wir empfangen. Gaben für Reichtum, Locken für die Körper, Opfer für das Leben.
[Salustius 16,1] <<>> [Salustius 16,3]
Einleitendes
jeder tropfen
regt die reize
die wanze selbst
die an die stirn
dir brummt
und weggeschnipst
vom schenkel
erneut vom blatt
sich schnellen läßt
blind nur die blicke
die sich kreuzen
im zutreffenden
der nein
der weiß nicht
der trifft nicht zu
die wernacht
überfällt mein
noch ist’s nicht
verloren
am wertag
dann die lämmer
zählen, die
gerissenen
keine kurven
zieht
keine endungen
schludert
der stift
wenn finger
tasten
ich weiß
das macht
den worten
nichts aus
mit dem stift
aber bleibt das
ende offen

in der höhle
des seins
den apfel
halten
wär‘ himmel
der spiegel
des aug’s
und aug‘
ein spiegel
des blau
ins : schweigicht : mich : begeben : die erde : ist : unser : grund
teuer war mir dieser hügel immer
dem blick gehege baumes kronen
stehend im, schauend den, schaudernd
vor und schweigend dem schweigenden
raum von angesicht zu angesicht
und in der tiefe schüttert : herz…
ach, es schwirrt kein „unendlich“
du kannst dich nicht vergleichen
und das ewige währet kurz wie
die jahreszeiten, ihre wiederkehr –
im dreh’n und dreh’n der zeit nur
läßt sich ein immer weiter denken
so wie auch jetzt, ein dürres blatt
auf dem der herbst sein lied
sich raschelt : segeln dann erdwärts
liegen im noch & noch grünen gras
L’infinito
Sempre caro mi fu quest’ermo colle,
E questa siepe, che da tanta parte
Dell’ultimo orizzonte il guardo esclude.
Ma sedendo e mirando, interminati
Spazi di là da quella, e sovrumani
Silenzi, e profondissime quiete
Io nel pensier mi fingo; ove per poco
Il cor non si spaura. E come il vento
Odo stormir tra queste piante, io quello
Infinito silenzio a questa voce
Vo comparando: e mi sovvien l’eterno,
E le morte stagioni, e la presente
E viva, e il suon di lei. Così tra questa
Immensità s’annega il pensier mio:
E il naufragar m’è dolce in questo mare.
Das Unendliche
Lieb war mir immer dieser einsame Hügel
und diese Hecke wie sie nach allen Seiten
ausschließt vom letzten Horizont den Blick.
Doch sitzend und schauend erfind ich unendliche
Räume jenseits des Zaunes, übersinnliche
Stille und Ruhe vom Grunde des Schweigens,
wo so schnell mein Herz Nichts fürchtet;
hör ich den Wind, der aufrauscht in den Bäumen,
vergleich ich diese Stimmen mit der Stille vom
Grund: mir fällt Ewiges ein
und die toten Jahreszeiten und dieses Jetzt,
Ton der lebenden Zeit. So sinkt mir
der Gedanke weg ins Unendliche:
Schön ist der Untergang in diesem Meer.
Deutsch von Dieter Schlesak