vor dem …

vor dem
du sieh
dein ich
dem nach
du gehst
als säh’
als meint’
ich mich

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glockenrocken …

glockenrocken
beine dusen
keine hosen
wollen locken
gehen glocken
wollen kosen
deine flusen
wollen schill-
und goether sein
aber ohne
allen reim

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es gilt der löffel …

es gilt der löffel
wenn die suppe
aufgetischt ist

und der finger
der den spiegel
berührt

wer aus dem spiegel
auftaucht
spuckt nur wasser

und wird zum frosch

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es reichte zwar …

es reichte zwar : die länge der zigarette : nach dem döner : (merkwürdigerweise : nun auch in Terni : ob’s am kennzeichen TR : der provinz liegt?)) : der kälte standzuhalten : und den polarstern : aus dem flach überm : hügelkamm : kopfüber liegenden : großen wagen : heraus anzupeilen : (norden da wo): aber die schnuppen : der geminiden : (vierzig pro stunde : brockhaus enzyklopädie : aber letztendlich war : das radio dran schuld : daß ich von den geminiden wußte : (radio gaga)) : ließen mich : den nicht : länger warten wollenden : länger warten : als ich warten wollte : fail better! : the next time!

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du schwarz …

du schwarz
mein sein
entbehret
deiner geister
schar

du schwarz
willst eine kerze
die will
daß ich entzünd‘
dein schwarz

stimmen sind
denen ich
lausche
stimmen
die mich starren
stimmen
die so schwarz
wie die kerze

November 2006 schon – langsam angestimmt durch diesen text: http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/2876702 – nun wieder hervorgeholt aus dem keller, nachdem die kartoffeln dann doch als eßbar befunden worden.

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am tag der menschenrechte …

am tag der menschenrechte holte ihn der teufel [redblog zum tod von Augusto Pinochet]

was aber sind menschenrechte? eine art tierschutzgesetz mit klauseln, die alles rechtfertigen. vgl. Hans Wollschläger „Tiere sehen dich an„.

online kann man den text hier lesen:
http://www.tierversuchsgegner.org/texte/tiere

es hängt alles zusammen

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demokratie

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eingeengt in den schein der …

eingeengt in den schein der
schreibtischlampe kommt seele
nur noch an wänden nieder
mit dem nein der buchrücken

sah welt nur als den sonntag
durch den die jäger streiften
solange das licht ihr nähe
vom leibe hielt : im weiten

büchsenknall im mittagsschlaf
als begegnung außer sich

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zwiesprach 11

Er: was verkneifst du dir?
Ich: das licht.
Er: nicht etwa körperliche anstrengung?
Ich: nein. ich muß wieder nach hause.
Er: es klappern die flaschen…
Ich: sonne und regennasser asphalt. auf der hinfahrt ging’s besser.
Er: …im kofferraum – klong!
Ich: auf klappern reimt sich plappern.
Er: auf asphalt: bis bald.
Ich: schon fort?
Er: ich weiß nicht. was soll ich hier?
Ich: nichts natürlich. es sei denn, du willst.
Er: eben! da ist der haken.
Ich: gefangen!
Er: wie? wen? was?
Ich: es tauet der seelachs…
Er: haken reimt sich auf quaken.
Ich: …im kofferraum – schon!
Er: hör’ ich nichts von!
Ich: nachtgesang halt: dunkel dort.
Er: keine kerze für den fang?
Ich: bums da fällt die lampe um, und alles voll petroleum! äh, in der schule gelernt.
Er: ah, du meinst die benzinpumpe. na, wäre immerhin noch ein bißchen mehr licht.
Ich: und qualm und augen zu.
Er: tja, wär’s shelleyfish gewesen statt seelen-achs…
Ich: lampe… ja, der auch!
Er: beware and fare thou well! mir fällt grad ein, es gibt da einen reichen bach voller forellen. und die ziehe ich nun mal vor.
Ich: faule ausrede! laß dich ja wieder blicken! sonst…

die nächste kurve führte am friedhof vorbei. und die spiegelungen auf dem asphalt hatten ein ende.

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die zerklüfteten umbren …

die zerklüfteten umbren
ihrer fernen
: die winde

die klüften ein fernsein auf
umbren so dick : windet es

wes aber die fernen sind
des rock lüftet himmel-sich

kind meiner fernen umbren
winde ver-ihrt und ver-wirt

firnis : namen der fernen
nahmen der fernen : wir-nis

die mein-heit klüftet ein ge-
ihre fernen : umbren : zu

Kursiv: aus „Watt“ von BECKETT

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