immer nur rot
und braun und gelb
was aus dir herauskommt
(die durchsichtigen
tränen nicht mitgezählt)
und der rest?
der dunkel
verschlossene?
(aber warum vergaß
ich der farbe weiß?
(dunkel verschlossen
auch sie?))
immer nur rot
und braun und gelb
was aus dir herauskommt
(die durchsichtigen
tränen nicht mitgezählt)
und der rest?
der dunkel
verschlossene?
(aber warum vergaß
ich der farbe weiß?
(dunkel verschlossen
auch sie?))
du mit deinen langen
haaren, koteletten
standest out of law
an ihrem off’nen grab
alle ordnung fortan
aufgehoben – nur noch
du im du-bist-nicht
ränder rund um löcher
und steh’n und seh’n und geh’n
1973 trug ich tatsächlich koteletten und sah verboten aus, als ich da am grab meiner mutter stand.
P.S. mit den kommentaren werde ich’s künftig so halten, daß ich sie erst dann freigebe, wenn ein neuer text gepostet ist, der dann wiederum nicht spontan kommentiert werden kann. so bleibt zeit zum lesen. in diesem sinne.
immer sind es zwei
die aus dem auto steigen
vorm wochenendhaus
oben auf dem hügel
ein hund ist auch dabei
neben mir das rote auto
der hund ist auch nicht weit
ich wohne hier
und lehn’ an einem pfahl
wer will hier wen?
der blick die blüte
oder die blüte den blick?
die amsel weiß bescheid
und fliegt vorüber
nimmt mit den blick
und die blüte bleibt allein
der blick alsbald verloren
es ist nicht schön
was dir gefällt
ein leben zu
nennen : nenn’ es
leben, aber
nicht gefalle
es dir, es gar
schön zu nennen
schweigen umsteht
dich wie kalter
himmel, mondlos –
und malt sterne
wie punkte, die
beziehungslos
sich auch bloß an
worte knüpfen
nein, es ist nichts
gewesen, wesend
im all ein : nichts
im dunkeln
bei regen
autofahren
auf kurvenreichen
landstaßen
schaltend und waltend
dritter gang
vierter gang
fernlich
abblendlicht
zu unfrei die hände
eine zigarette
in ruhe zu rauchen
aug’ und asphalt
nie suchten sie
einander
doch heute
fanden sie sich
der rauch brennender
zweige : es beschneiden die
bauern die bäume
ich kann deine augen
nicht zählen
du siehst zu viel
es haftet an allem
ein auge von dir
du liest zu viel
es stehen und hallen
die blicke dein
dreimal nur? wär’s wahr?
bin ich nicht
ein alberner mensch?
denn, wenn ich denk‘
es geht mir an die gurgel
gurgelt’s allemal
in den dachrinnen
es stummt wohl
was den stufen
sich steigend
entziehen will
die oberste
schweigt
und zählt
den atem