ich gehe …

ich gehe
sagt’ ich
ehe
ich blieb
ehe
ich blieb
ehe
ich ging

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schlimmer ist auch in wirklichkeit nicht die wirklichkeit, die nicht mehr weiß, wo ein mit einem mit passiert, als das, daß man der anderen auch wieder nichts passiert, wenn nichts passiert, gar noch dann, wenn einem fremde worte geeignet werden, was ich dann in wirklichkeit sage oder behaupte, dann fängt eigentlich in all dem das nämlich schon an, wenn in wirklich nichts passiert, als das, was passiert, wenn nichts passiert
in wirklichkeit ist nichts passiert als das was passiert wenn nichts passiert was auch wieder nicht die wirklichkeit ist auch wenn man das so behauptet daß man das in wirklichkeit sage oder noch schlimmer mit einem eigentlich wenn man nämlich schon gar nicht mehr weiß wo das eigene anfängt in all der fremde der worte der anderen

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wandeltag …

wandeltag
das hallen
der schritte
ich bin im wider
und denen allen
sind’s ritte
dagegen ein für
auf leisen sohlen
und wäre gott
wär’s fast schon
befohlen

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wenn die gelben …

wenn die gelben birnen
mit holden schwänen
und sonnenschein
und schatten
die trunken hangen
und voll
mitten ins heilignüchterne klirren
daß der see
und seine wilden rosen
landen im ich
dann sind die blumen
winters
sprachlos und kalt
wie in der erde
die wasser
weh mir
wo nehmen
die hauptwinde die fahnen
daß mauern stehn

und ihr küssen
es tunkt im anderswo

ich setz’ es nicht in die rubrik „lyrik-lyrik“, denn es ist keine auseinandersetzung mit der „Hälfte des Lebens“, vor der ich zuviel respekt habe. und fast komme ich mir niedrig vor, mit den worten dieses gedichts gearbeitet zu haben, um zwar zu sagen, wie sehr es immer wieder in mir arbeitet, sobald ich es lese, aber auch, weil es fast schon nach parodie klingt, die es jedoch nicht sein will. keine ahnung. es herrscht da jetzt große unsicherheit in mir.

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leicht die fäden …

leicht die fäden
zu denen
ein später tag
pralle sonne
die wolken auszieht

schwer der abend
wenn kalt dann
die erde dampft
und von unten
der berg sich einhüllt

so steigt fallend
das sehnen
und weiß weder
ein unten noch
was ein oben ist

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(etwas zumindest) : schwestern : gestern nacht : zum einschlafen : darunter schwestern : habe es gesehen : mein alptraum gemixt aus paranoia : mich bettend irre im kreis : leute drum herum und verlassensein : irgendwie lagen sie evident : auf der suche nach : den nachbarn von einst : auf mysteriöse weise : schrecke vor allem : stieß : (so formuliert : ist’s geradezu aus : ende) : die zwei in eine verdachtsträchtige atmosphäre : leerer schacht und ein korridor : wodurch eine (M.?) gestorben : eine bewegt mich im korridor : zu einem angreifen bzw. verteidigen : irgendwo am anderen ende zylindrische gegenstände : aus dem „schlafraum“ meiner lust zu schreien : [meiner lustschreie?] : das auf! : das wach! : völlig zurück : ausgestoßen: auf schreck komm raus : von der seite jemand : eventuelles blankes entsetzen : und ich auf holzharte art nach mehr „acqua“ gefragt : selbst sie wachte : was sei : „un po’“ auf ihn zu : da : blitzhell entgeistert : „un incubo“ war : und im schreien : ein nicht-herr seiner : mehr selbst

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dort wo mund …

dort wo mund
ruht
am beschlagenen
glas
den blicken
die tropfen
von mund
dann
zu mund
dann

und denken:
nebel sei hell

dieses denken, ja. aber merkwürdige metamorphose des textes nicht mal eine halbe stunde später. wie glas plötzlich zu glas wird, und keine finger mehr fratzen malen auf die angehauchte scheibe. und von mund zu mund geht fast gar nicht mehr der blick, sondern das glas. merkwürdige metamorphose im nebel, in den ich heute morgen tatsächlich hineingefahren bin. und dachte eher an die blicke, die von gesicht zu gesicht tropfen in der menge, die dir entgegenströmt. und alles mögliche. wie auch die tropfen hinablaufen von den fratzen, die der finger auf dem glas hinterlassen hat.

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von stroh …

von stroh
geflochten
über die meere
keines
nur auf
und hinab
die boote
und botschaft nur
der bote
an sich selbst

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Oedipus Rex (Pasolini 1967) – Oedipus kills his father

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und der turm …

und der turm
der sich hebt
wie einer
der den himmel
in sich selber mißt
bevor
er fallen
sich läßt

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