Salustius, Über die Götter und die Welt – 16,4

16,4 Außerdem liegt eines Jeden Glück in der jeweiligen Vollkommenheit, diese aber bedeutet für Jeden die Vereinigung mit seiner Ursache. Deshalb beten wir, auf daß wir uns mit den Göttern zu vereinigen. Und da das höchste Leben dasjenige der Götter ist, maßen aber auch die des Menschen eine Form des Lebens ist und deshalb danach strebt, sich mit jenem zu vereinigen, braucht letztere einen Vermittler, da zwei Extreme sich nicht ohne Zwischenelemente vereinigen. Dieser Vermittler muß den Extremen entsprechen, die vereint werden sollen: daher war es notwendig, daß zwischen Leben und Leben das Leben sei. Dies ist der Grund, warum die heute unter den Menschen Gesegneten den Göttern lebende Wesen opfern, wie es die Alten schon taten; nicht aber unterschiedslos, sondern sie opferten jedem Gott das Tier, das ihm gebührte, und begleiteten den Ritus mit vielen anderen Vorschriften.
Hierzu habe ich genug gesagt.

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Einleitendes

fäden wieder aufnehmen …

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2 Antworten zu Salustius, Über die Götter und die Welt – 16,4

  1. hab sagt:

    so etwas finde ich zauberhaft. längst verschütt geglaubtes taucht wieder auf und spinnt sich fort, als wäre nichts geschehen. mehr als 2 jahre ist es also her, dass man diese serie begleitet hat. (vielleicht nicht immer im buchstäblichen sinne. aber doch als zeichen. und in titeln.) kurz also: ein deja vu. ein angenehmer schauder.

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