dein erschrecken
ein aufgescheuchter vogelschwarm
ziellos auseinanderstiebend
und doch beisammen
im bauschenden wachsen
um sich dann wieder niederzulassen
auf den verästelungen
deines nervenbaums

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3 Kommentare zu

  1. Grau sagt:

    Als Lyrikgrobmotoriker hätte ich die erste Zeile an den Schluß gehängt.
    Sehr schöne Beschreibung einer Panikattacke. Verneige mich.

    • parallalie sagt:

      danke fuer den konstruktiven kommentar : einzuwenden ist : die erste zeile bezieht sich auf kein konkretes ereignis : will nur einstimmen auf das bild und seine entsprechung zur assoziation : sinnvoll waere die erste zeile am ende : wenn es hiesse : „[dieser oder jener vorfall] / und dein erschrecken“ : jedenfalls fuer mich

  2. parallalie sagt:

    lyrikmail ( http://www.lyrikmail.de/ ) schickte neulich folgendes gedicht:

    Flüge

    Schwerer Vögelregen
    auf nacktem Baum:
    so leicht vibrierend
    von lebendigen Blättern
    kleidet er sich.

    Aber der Schwarm stiebt
    auseinander,
    hellblauer Februar
    liegt mit dem Abend
    auf den Zweigen.

    Zart ist mein Leib,
    entblößt für die Flüge
    des Schattens.

    19. Februar 1935

    Antonia Pozzi
    (1912-1938)

    Aus dem Italienischen von Stefanie Golisch

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