aus dem flugzeug
in den tag gefallen
ohne fallschirm
lustgefühl ohne angst
nur der versuch
mir den aufprall
vorzustellen
ließ mich wach werden

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4 Kommentare zu

  1. synopsis sagt:

    hochstapler wie ich es liebe, auf hohen gebäuden zu stehen und
    mir vorzustellen, du allein bist der grund, der mich bremst…

    slipping without falling

    anm.: wieder mal brillant, lieber! das bild! das bild!

    • parallalie sagt:

      nein, jedes du
      ist ein abgrund
      ohne ende

      man kommt nie an

    • synopsis sagt:

      wie wahr!
      so doch nicht
      grundlos bodenlos…
      (die sehnsucht anzukommen, aufzuschlagen.
      aufkommen und anschlag
      scheint mir treffender, im hochhauskontext
      allerdings wenig passend…)

      dir mehresgrund
      mir alibi
      wie tatmotief
      im oberflach verhaftet
      im unterton gewahr
      beim wolkenkratzen abgetaucht…

      again and again:
      ausrutschen ohne hinzufallen

      (angesichts dessen
      wieder niederschmetternd:
      oh, immer dieser luftdruck!!!)

      hurra, vom freien fall im zwischen(t)raum –
      zum assassin im tauchbassin…

      *gulp*

      edit: das du und ich im wirr vereint

    • parallalie sagt:

      denken, man könne sterben
      dabei lebt man nur

      vielleicht ist deshalb die vorstellung vom fallen so kitzlig, weil sie dem „nur“ im obigen satz ein schnippchen schlägt – – – ich jedoch zöge ein auf- bzw. anPRALLEN vor, statt dasselbe mit -SCHLAGEN, das mehr nach einer strafe klingt, als nach einer plötzlichen begegnung zwischen körper und erde (auch sie ein [himmels-]körper), außerdem reimt’s sich auf FALLEN.

      mag sein, daß es knallt, doch ohren gibt’s dann keine mehr, in die das schallt, festgekrallt aber an der tastatur wallen am meeresgrunde unter dem schwall milchiger quallen die fischlein inmitten roter korallen, ballen zu kugeln, schwärmen wieder auseinander
      >>/////*>

      Freiheit hat sich in die reine Negativität zusammengezogen, und was zur Zeit des Jugendstils in Schönheit sterben hieß, hat sich reduziert auf den Wunsch, die unendliche Erniedrigung des Daseins wie die unendliche Qual des Sterbens abzukürzen in einer Welt, in der es längst Schlimmeres zu fürchten gibt als den Tod.
      ADORNO, Minima Moralia

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