beschlossen, getan, erledigt (die fahrt im glühend heißen auto zum 10 km entfernten reisebüro habe ich mir wahrhaftig abringen müssen)! nächsten donnerstag fliege ich nach schönefeld, wie einst mit der interflug in einem sehr kalten winter: zwischen rom und berlin herrschten 40 grad unterschied! ich bin gespannt, wie weit die entfremdung zur konret faß- (beim wiederlesen tendierte das auge zu „freß-„) und sichtbaren „heimat“ fortgeschritten ist, wie sehr ich noch das „deutsche“ (also gesprochene sprache und somit denkmuster verratende redefloskeln, mir nicht mehr alltägliche verhaltensweisen usw.) ertrage. neinein, das sind keine snobistischen attitüden, ich habe meine gründe für solche betrachtungen. sie mögen vielleicht nicht logisch stringent sein, plausibel und dadurch vielleicht doch nachvollziehbar sind sie allemal. da müßte ich einiges von mir erzählen. aber bevor und falls ich das tue, bedarf es wohl einer langen zeit. ich nehme vorerst nur anlauf. immerhin sei gesagt, daß ich seit 19 jahren abwesend und in italien bin (die besuche nicht mitgezählt, der letzte war vor 3 jahren).

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brotworte klauben: brotarbeit leisten: brotfrühe: das hirn krustet, die sonne lugt und lügt eine gardinenpredigt

ich möchte lieber nicht, sagte Bartleby

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"Schlitzauge, sei wachsam" – diese redensart kann nur durch katzenbeobachtung entstanden sein: zwar sehe ich die augen meiner katze jeden tag, aber erst heute, als ich sie ein weilchen auf meinem schoß sich niederlassen ließ, wurden mir ihre senkrechten schlitzaugen bewußt: wachsamer als diese kann ich mir keine vorstellen.

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spam came in while I drink my redwine:

A recent survey shows that it takes an average of just 3.2 drinks to cause a hangover. For ten percent of people, all it takes is one or two. But Uncle Rummy’s Hangover Helper helps you avoid hangovers and wake up feeling great from head to stomach and everywhere else.

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eine illusion – zu behaupten, etwas sei schön. wie kann etwas aus sich heraus schön sein, wenn es doch aber der vermittlung meiner (seiner, unserer, eurer usw.) ästhetischen kriterien bedarf. mithin hängt die schönheit von mir (ihr, ihm, uns, euch usw.) ab. also vielleicht eher noch eine konvention als eine illusion. dennoch ein unding! es sei denn, man wollte die von der sprache nicht explizierte umkehrung vom objekt zum subjekt implizieren, d.h. für alles das, was als werturteil eingestuft werden kann. ansonsten gibt es nur eine konventionelle schönheit, der wir angeglichen wurden, der wir auch gern beipflichten. sie ist ein ausdruck einer kollektivität, da wir zwar einzeln und ein jeder für sich wurschteln können, aber in den meisten fällen eben nicht über diese uns gemeinsame kollektivität (ich würde fast sagen "wurzeln") hinauskönnen. daher treffen uns auch zuweilen sehnsüchtige und konsens heischende blicke, deren absender(in) gerade von der "schönheit" irgendeiner person, irgendeiner landschaft, irgendeines bildes u.ä. geschwärmt hat: "gehören wir einander?".

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für meine paranoia gerade recht:

Es gibt jedoch auch lange Pausen, nach langen Zeiträumen, sehr sehr langen Zeiträumen, während deren ich jeweils, nichts mehr hörend, nichts mehr sage. Das heißt, wenn ich hinhorche, höre ich flüstern. Aber es gilt nicht mir, es ist für sie allein bestimmt, sie beraten sich von neuem. Ich höre nicht, was sie sagen, ich weiß nur, daß sie immer noch da sind, daß sie immer noch nicht fertig sind, mit mir.

Samuel BECKETT: Der Namenlose

laufende lektüre fließt wohl zwangsläufig mit ein. da ich ohnehin mit niemandem spreche. zumindest nicht in dieser sprache. das kann sich über monate hinziehen, und alles, was diese sprache hier betrifft, ist oder wird schriftlich. vielleicht lese ich auch deshalb so langsam, weil ich so wenig spreche und sprechen höre, aus angst vor einer überdosierung mit unangenehmen nebenwirkungen, wie etwa indigestion und diarrhö, hautausschlag und zu brei verquirlter blick.

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licht dröhnt der tag
geblendet steht der mensch

(aber das war vor ein paar stunden)

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der tag er schwindet langsam im licht noch die federwolken die mondsichel wieder verbeugung vor der landschaft der stille dem sein

when shadows fall
trees whisper day`s ending

und dann die

stars peeping one by one

wichtig ist dabei, dieses staunen nicht zu verlieren. dieses zuweilen bis-zu-den-tränen-gerührt-sein. natur ist unhektisch, aber erbarmungslos, nichts verliert sich wie im nichts der städte: werden und sterben, und das immer nachhaltig und nicht als tagesbeherrschende zeitungsmeldung und somit unwirkliches. die vom hund totgebissene schlange verblutet wirklich, die tote, ihren reglosen hellgrünen bauch zeigende eidechse ist real, das aufgegebene vogelnest liegt faßbar unterm baum, rasch auch erkennt auf der landstraße der autofahrer den totgefahrenen fuchs… ich spüre dadurch mehr, als ich anfangs zu fassen glaubte, als ich hier auf dem nachbarlosen land landete.

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