eine illusion – zu behaupten, etwas sei schön. wie kann etwas aus sich heraus schön sein, wenn es doch aber der vermittlung meiner (seiner, unserer, eurer usw.) ästhetischen kriterien bedarf. mithin hängt die schönheit von mir (ihr, ihm, uns, euch usw.) ab. also vielleicht eher noch eine konvention als eine illusion. dennoch ein unding! es sei denn, man wollte die von der sprache nicht explizierte umkehrung vom objekt zum subjekt implizieren, d.h. für alles das, was als werturteil eingestuft werden kann. ansonsten gibt es nur eine konventionelle schönheit, der wir angeglichen wurden, der wir auch gern beipflichten. sie ist ein ausdruck einer kollektivität, da wir zwar einzeln und ein jeder für sich wurschteln können, aber in den meisten fällen eben nicht über diese uns gemeinsame kollektivität (ich würde fast sagen "wurzeln") hinauskönnen. daher treffen uns auch zuweilen sehnsüchtige und konsens heischende blicke, deren absender(in) gerade von der "schönheit" irgendeiner person, irgendeiner landschaft, irgendeines bildes u.ä. geschwärmt hat: "gehören wir einander?".

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