ich fahre an ihm vorbei : nehme seine worte mit : und rufe aus dem fenster : daß sei ja gar nicht so : ich fahre zurück : kehre ein in seinen worten : und verbrenne mir die zunge : an zu heiß serviertem : ich fahre fort : und nehme einen blick : von ihm : zum beifahrer : der dirigiert mich in die wüste : wo der zeitsand wohnt : ich komme nicht weiter : sein blick hat sich verloren : ich stecke fest im sand : ohne gestrandet zu sein : das war Es

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Gesprochene Worte sind in ihrem materiellen Bestand etwas Physikalisches, ihrer Hervorbringung nach etwas Physiologisches und im Hinblick auf ihre Absicht und Wirkung etwas Psychisches. Der Prozeß des Verstehens beginnt mit einer Perzeptionsleistung des Phonorezeptors, dessen adäquater und spezifischer Reiz Luftschwingungen und Schallwellen sind. Auf das Ohr treffen bestimmte physikalische Strukturen, die das Erzeugnis einer physiologischen Tätigkeit der peripheren Sprechapparatur eines anderen Individuums sind. Der Sprecher bietet die Tätigkeit bestimmter körperlicher Organe auf, um bestimmte physikalisch-materielle Gegebenheiten hervorzubringen; der Verstehende bedient sich der Organe des peripheren Schallsinnessystems, um die empfangenen physikalischen Strukturen zunächst in etwas Physiologisches zu verwandeln. Beim Sprechakt erfolgt eine Transposition von Physiologischem ins Physikalische. Die phonatorisch ausgeatmete Luft ist nichts Physiologisches mehr, sondern in dem Augenblick, da sie die Mundhöhle des Sprechers verläßt, etwas Physikalisches: sie wird zur tönenden Masse, deren Schwingungen sich nicht mehr mit dem langsamen Expirationsstrom, sondern mit der Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Schalls im Raum verbreiten, und zwar kugelhüllenförmig mit der Schallquelle als Mittelpunkt. Beim Empfänger der sprachlichen Sendung vollzieht sich der ganze Prozeß in umgekehrter Richtung.
Friedrich KAINZ (zitiert nach Ferdinand KRIWET „durch die runse auf den redder“)

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er hallbierte den abfäll in 2 helften, nahm die 1 helfta und halbierte diese 1 helphte, nahm die 1 helpfte der 1 höhlfte, schnitzte das kerngehäusefragment fort und scheelte die 1 helft! der 1 hemisphäre des apphels : aß
er nahm die andere helpfte der 1 höhlfte, schnitzte das kerngehäusefragment fort und scheelte die andere helft! der 1 hemisphäre des apphels : aß
er nahm die andere helfta und halbierte diese andere helphte, nahm die 1 helpfte der anderen höhlfte, schnitzte das kerngehäusefragment fort und scheelte die 1 helft! der anderen hemisphäre des apphels : aß
er nahm die andere helpfte der anderen höhlfte, schnitzte das kerngehäusefragment fort und scheelte die andere helft! der anderen hemisphäre des apphels : aß
die abwell-schale und das gerngehäuse dwarf er in den apfeleimer

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gehöckert auf dem stuhlgrab
an der heizung
den blick in die ecke verbannt
wo fußboden wand treppenstufe
den dumpfen anprall
unartikulierter gedanken
von den fluch(t)linien
der fliesen und kacheln
in die spitze ihrer hohlen
dreieckspyramide zerren

den blick abwendend
ein fliesengesicht
wie ein kissen aus dem
eine nase sich wölbt
in dem zwei lippen
verstummend sich öffnen
die augenknöpfe geschlossen
schauen nach innen
in dich hinein

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tränend am wegesrand grüßten mich seine verkniffenen augen : falten an augenwinkeln fächerten : leid : „so wehbeladen : daß du weinest?“ : „o still : der dichter starb : im schlafe.“ : „entschlief?“ : „entschlief in hohen jahren zwar : doch haben dichter weder zeit noch ort.“ : „heimatlos…“ : „sie wohnen in den worten : die sie der zeit geraubt.“ „nicht, daß sie mit kanonen : auf zeitspatzen schießen…“ „auch das kommt vor : diese dichter aber : sind so volatil : wie die spatzen selbst.“ „taschendiebe also?“ „fallensteller! : die der zeit : unheilbare wunden schlagen : daß sie verendet : in ihren worten.“ „verstehe : zeitloses zeit-los : aller körper- und seelenverhaftung entbunden.“ „…und anheimgegeben den : seienden und sein werdenden : körpern und seelen.“ „also nicht wohnet der dichter : sondern das wort!“ „auch.“

[am sonntag legte sich der dichter Mario Luzi ins bett, am montag wachte er nicht auf, gestern ward er begraben, dieweil er immer noch nicht aufgestanden seitdem, so daß man der durchaus triftigen annahme war, er sei tot]

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lügenrost auf dem blech : abgegriffener bilder : scheppern dennoch fort : mit knalleffekt und getöse : zweckloser gehörschutz : je mehr wachs in den ohren : desto lauter das scheppern : bleibt nur noch : der trost der gegenlüge

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nicht sagen : die sonne scheint
sondern

jetzt weiß ich
wo die stufe abwärts geht
über die ich heute nacht gefallen

jetzt weiß ich wieder
welche farbe der dunkle schatten hat
in dem ich nachts schlafe

ich erinnere mich
auch gestern hier gewesen zu sein

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in die tasse schauen in der
kalter kaffee schwappt
dieweil die treppe
herauf brandet mozart
und tropft wieder zurück
von den innenwänden
in den wachen schmerz und
klingt dabei so seltsam hell

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motorsägengeschrei
aus dem wald
am hügel gegenüber

das krachen der äste
immer dann
wenn sie schweigen

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eisig ein mond
flimmernd zur nacht

[algida la luna
a notte tremula va]

Mönch Kuan Hsiu

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