Exercices de style – Raymond Queneau 10 – Analyse logique

Logische Analyse

Autobus.
Plattform.
Autobusplattform. Ort der Handlung.
Mittag.
Gegen.
Gegen Mittag. Zeit der Handlung.
Fahrgäste.
Streit.
Ein Streit unter Fahrgästen. Handlung.
Junger Mann.
Hut. Langer, magerer Hals.
Ein junger Mann mit einem Hut und einer geflochtenen Kordel drum. Hauptperson.
Ein Jemand.
Ein Jemand. Nebenperson.
Ich.
Ich.
Ich. Dritte Person, Erzähler.
Worte.
Worte.
Worte. Was gesagt wurde.
Freier Platz.
Besetzter Platz.
Ein freier, dann besetzter Platz. Das ist das Ergebnis.
Die Gare Saint-Lazare.
Eine Stunde später.
Ein Freund.
Ein Knopf.
Anderer gehörter Satz. Das ist Schlußfolgerung.
Logische Schlußfolgerung.

[Übersetzung: Ludwig Harid & Eugen Helmlé]

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über die gefrorene …

über die gefrorene
geißblatthecke
und die reifbedeckte
wiese

der immer-noch-blick
ins vergangene

zu sagen
es sei ein
„hängt ein bild“

unter der schwelle des blicks
auf dem bildschirm
(desktop)

während der kaffee
durchläuft
morgens

träume die starren
zurück ins vorfeld
aller erinnerung

„wie anstrengend es ist
böse zu sein“

wie leicht indes
die gewohnheit

ich werde es mir auf
den rücken tätowieren lassen
müssen

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buchrückengenickbrechen

1. zu spät als früher

2. das heißt
früher
als zu früh

3. das heißt daß das später nur
dann zurückkehren kann, wenn es
das zu früh gefressen hat

4. das heißt daß mit der zeit
das später
und das ihm voraufgehende
das zu früh ist
das das frühere ist

5. und daß es, so eilig es hat
das zu frühe
das zu späte
ohne je ein wort zu sagen
immer da ist

da ist, um
punkt für punkt
all die zufrüh
zu entwirren

[nach Artaud: Le momô, ci gît. Frz.-ital. Traduzione di Emilio e Antonia Tadini. Torino 2003 / titel von mir, der dem buch den rücken brach]

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zehn minuten …

zehn minuten
blättern
auf dem parkplatz
vorm supermarkt
(zu früh gekommen)

hier im auto
das fach für die brille
(stimmt)
dort links
ein weiteres fach
(stimmt)
für ich weiß
nicht was
unterm sitz
noch ein fach
(fehlt – vielleicht
ein anderes modell)

dem nichts
hinzufügen können

so rett’ ich
die leere

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auftauchen …

auftauchen
sagen
immer die
verben
sagen

untertauchen
sagen

wieder
auftauchen
sagen

manchmal
schweigen

wasser schlucken
und
untergehen

fürchterlich
denken

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Bertolt Brecht – Von einem gemeinsamen Leben (gelesen von Ekkehard Schall)

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die wörter …

die wörter
die man nicht
versteht
aufschreiben

dystopie
meinetwegen

das heft
aufschlagen
später dann

und lauter
vornamen
lesen

deren nachname
der hintere umschlag
des heftes

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beidhändig …

beidhändig
nicht wissen
was das auge
pflückt

und den ohren
die schlechten
feigen

über den zaun
geworfen

was der mund
verschweigt

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da war ich …

da war ich
nicht

das noch
abwartend

das war ich
nicht

das noch
abwartend

isthmen

und
thank you
sagen

wo land’s
ends end

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laß …

laß
wenn du
umarmst

deine brüste

die straße
wenn’s schneit

in unsere
hohlen

formen
regen

zu beginnen
sich

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