beides bedeutet
weder das eine
noch das andere
es deutet sich
wie die hand
und das auge
der zigeunerin
der rest
steht geschrieben
im immer
nächsten wort
im zu sprechenden
dem ein gesprochen
immer vorausgeht
beides bedeutet
weder das eine
noch das andere
es deutet sich
wie die hand
und das auge
der zigeunerin
der rest
steht geschrieben
im immer
nächsten wort
im zu sprechenden
dem ein gesprochen
immer vorausgeht
du seiest zuhause
gingst ans telefon
wir fragten einander
fern sprechend
gleichzeitig
spiegelweis’
„come stai?“
es entstünde
der stunde schweigen
auf die du gewartet
und wartest
so denk’ ich mir
die (m)eine
der tag schreibt sich von links nach rechts : schaut man nach süden : aber schaute man nach norden : liefe es von rechts nach links : es gibt keine natürliche schreibrichtung : daß man auch in der vertikalen schreibt : muß etwas hierarchisches an sich haben : das wäre dann in einem gewissen sinne natürlicher : denn es gibt keine schrift : die von unten sich nach oben bewegt! : es ist immer das oben : das das unten bestimmt : ein wie auch immer geartetes : aber dennoch sich gegenseitig : definierendes (und wenn ich nun setzte : an das ende dieser betrachtung : ein das anfängliche verb vervollständigendes : VOR? : und übereignete ihm von unten her : ein hierarchisches? (god save our gracious : king!!))
P.S. „Frau Holle gelesen […] es gibt ein Oben (Oberwelt) und ein Unten (Unterwelt), wobei das Unten gleichzeitig auch wieder ein Oben ist, denn wenn man ‚Unten’ die Betten am Fenster ausschüttelt, dann schneit es ‚Oben’ bzw. ‚Unten’ von ‚Oben’ herab…“ (aus einer Mail vom 1.3.97)
tief im zimmer
dich der nähe
der wand
vergewissern
daß kein weiteres
zurück dir sei
der blick ins freie
dein vorn – wo
kinder spielen
liberi
aus der
zimmertiefe
der blick
ins freie
kinder
spielen
liberi
dem lärmen : zugeordnet : und dann : wieder : abgeordnet : wenn andere : dich schon : ordnen
aber sang
als erklang
das „er ging“
da ergab
nein, dir
ergabst
du dich
(muß ich’s denn?)
blüten stehen
meine augen
vom wege ab
das gelbe
mit dem blau
will grünen
lenz auch
genannt
das feld
liegt brach
ich auf
der hand
die gib
das gedicht sei ein handschlag – Celan
den regen
erwarten
ihm zuschauen
dem regen
und sagen
„der regen“
weil er
der name
des regens
(ein sich regen
ein immer sich
ein nur
ein sagen)