Autorenarchiv: Helmut Schulze

[Wo das Meer stillsteht 3,4] Der himmel verschiebt sich du weißt, daß dort nichts ist – nicht mal der himmel wenn ein schneeweißes skelett durch ein laken aus blau aufgelöst wird das deck des grabes schaut immer so lange, bis … Weiterlesen

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da wieder du : gardine du wieder : im licht der gardine kaum merkliches zittern in der lichtstille zwischen schattenrahmen und schattenrahmen und ein brief : von dir ungeöffnet auf dem tisch helles weißes rechteck du wieder : verschlossen ihn … Weiterlesen

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alles in mir schmiegt sich in die falten der landschaft verbergen will verbergen mich in ihrer haut hinter den schollen aus dunkler erde mich blenden lassen morgens vom licht oder aufsetzen eine brille aus laub nichts sonst habe ich an

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die kaffeemaschine brüllt zum pop aus tausend lautsprechern stimmen verlieren sich fünf minuten fünfzig cents noch eine stunde bis zur abfahrt blog – was bleibt ist blog im zeitloch zwischen jetzt und dann reisen: abwesenheiten

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Fremdheit ist wie das vergebliche Reiben an einem Fleck Wilhelm GENAZINO

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mit dem rücken voran in richtung münchen so sollte man immer zurückfahren während vor einem sich breitet vergangenes …fast als entließe mich das was zurückbleibt in ein anderes zurück das als ziel sich nicht in die zukunft projizieren lassen will

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durch den wald auf sandwegen mit schlingerndem fahrrad und lichtbotschaften als strichcode regelmäßig stehender fichten die zu lesen mein sehen mich hindert wäre ich zu fuß, ich bückte mich nach einem knüppel im moos: bliebe er hängen in den ästen … Weiterlesen

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von schwelle zu schwelle

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schreiben ein schlafen im schlaf der anderen wenn morgens im schrägen licht ziergräser um einen glatten rasen gespiegelt im fenster sich wiegen

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im gehen beleuchtet zigarettenglut den dunklen parkweg dann unwillkürlich den kopf vorstrecken und die augen zusammenkneifen und einen meter vor dem ende des weges ausrufen: „hier geht’s nicht weiter“

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