Erweckungen

Ich bin das erste Mal geweckt worden: „Ich bin wieder unter den Lebenden. Heute“. Ich bin ein zweites Mal geweckt worden: „Bis bald, bis bald, Caro.“ Ich bin ein drittes Mal geweckt worden: „Shirley Horn, no?“. Ich bin ein viertes Mal geweckt worden: „Danke, du hast mir ein Geschenk gemacht.“. Nach dem fünften Mal („… aber das Telefonat verschieb’ ich auf einen Zeitpunkt, der weniger ‚busy’ ist“) habe ich wenigstens eine Hand wieder beisammen. Dabei hatte ich ihr nach langer Zeit gerade gestern erst geschrieben in der Hoffnung auf Lebenszeichen. Dem blauen Dunst mich anvertrauend. So „Abacadabra of the rain“ (Sylvia Plath) von gestern. – Von Elisa Biagini (deren Gedichte ich gestern meinte) gibt’s jetzt ein Video, wo sie in florentinischem Tonfall (von dem zu schwärmen mir nicht schwerfällt : auf jeden Fall eine gewisse Art des Sprechens und der Wortwahl) erklärt, warum man Gedichte lesen sollte, auch wenn mich nicht wirklich überzeugt, wenn sie behauptet, man dürfe dem Leser keine „hieroglyphischen Texte“ zumuten. Was zu hinterfragen wäre. Und was ich nicht wirklich glaube, denn sie schreibt ihre eigenen Hieroglyphen, die ja nichts anderes sind, als Bilderschriften. Also darauf zurückkommen, wenn ich meine Arbeit schicke.

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Ein Kommentar zu Erweckungen

  1. Pingback: III, 382 – Abacadabra of something like Sirens | Die Dschungel. Anderswelt. Von Alban Nikolai Herbst

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