käfige XI

die flasche bockbier austrinken, ein stück schwarze nußschokolade im mund zerkauen, aller pflichten mich enthoben fühlen, wovon mich fensterblicke ins dunkel hinein versichern…
ich weiß noch, wie einst die ohre zufror. das einzige mal, soweit ich mich entsinnen kann. vielleicht war sie ja auch noch nicht begradigt. das war auszunutzen. also die schlittschuhe an den klobigen schuhen festschrauben und los. bei den anderen klappte es natürlich besser. meine schlittschuhe hafteten nicht so gut, gingen dauernd ab, so sehr ich auch mit dem schlittschuhschlüssel fuhrwerkte. auf der anderen seite der grenze schauten uns die vopos mit ihren ferngläsern zu. ich kam schließlich mit flatschender sohle zu hause an.
entlang der straße zur grenze gab es gleich hinter dem schützenplatz ein trübes gewässer: die lehmkuhle, rings von bäumen umstanden, und ergo gut versteckt. die fror öfter zu. hier spielte man eishockey mit entsprechend zugeschnittenen ästen. als puck dienten leere kaffeesahnebüchsen (“nichts geht über bärenmarke, bärenmarke zum kaffee“), schließlich befand sich gleich dahinter der müllabladeplatz (und in die feuerchen die leeren spraydosen: das gab einen knall und die dosen flogen in die höh’). viele rauchten hier ihre erste zigarette. an DEN husten kann ich mich noch erinnern.

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