Celadon & Amelia & auch Justine



Jakob Thomson’s Jahreszeiten [hier: ‚Sommer‘]. Metrisch verdeutscht von Friedrich Schmitthenner. Erstes Bändchen. Zwickau 1822

Mme. De Lorsange wohnte noch auf dem Land. An einem der letzten Tage des Sommers schickte man sich gerade zu einem Spaziergang an, als ein wüstes Gewitter heraufzog und die Absicht durchkreuzte. Es war unerträglich schwül, und so ließ man alle Fenster des Salons geöffnet. Der erste Blitz zuckt, heftiger Hagel prasselt zur Erde, wild heult der Wind, und entsetzliche Donnerschläge ertönen. Madame de Lorsange fürchtet sich … Sie hat schreckliche Angst vor dem Donner und fleht ihre Schwester an, so rasch wie möglich sämtliche Fenster zu schließen. In diesem Augenblick tritt M. de Corville ein. Justine beeilt sich, ihre Schwester zu beruhigen, sie stürzt an eines der Fenster, kämpft eine Minute lang gegen den Sturm an – da schleudert sie ein Blitzschlag mitten in den Salon zurück, wo sie regungslos auf dem Boden liegen bleibt.
DE SADE, Justine



Christian Felix Weiße (Hg.): Neue Bibliothek der schönen Wissenschaften und der freyen Künste. Dritten Bandes erstes Stück. Leipzig 1766

Man mochte ihr hundertmal vor Augen halten, daß doch alles glücklich ausgegangen sei und sie sich deshalb in keiner Weise mehr zu beunruhigen brauche […]
Ebd.

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