ein geheimnis erfüllt die haarigen schläfen … (Ivano Ferrari)

ein geheimnis erfüllt die haarigen schläfen
einer jungen kuh
ihre kindlichen augen, die es bewahren
unter ein paar tränen
eine krause falte in ihrem lächeln
vor dem sterben
sie die einzige, deren laute nicht
den raum des todes erfüllen.
sie sieht mich (ich kreuze das geschlecht auf der tabelle an)
und ich, komplize, bestätige die botschaft.
geladen die waffe
lächelt der henker aus grünen augenhöhlen
sie an (fettstückchen, wo immer ich liege)
und schießt.
die geheimnisse setzen sich wieder zusammen
in der unbeteiligtheit des todes.

Ivano Ferrari, Macello *) (Schlachthof), dt. von mir

Un segreto riempie le tempie pelose
di una giovane manza
e gli occhi infantili lo custodiscono
con qualche lacrima,
una piega rugosa nel suo sorriso
prima di morire
ed è l’unica a non riempire di suoni
lo spazio della morte.
Mi vede (segno il sesso sulla tabella)
e confermo complice il messaggio.
Caricata l’arma
il boia dalle orbite verdastre
gli sorride (giaccio tra pezzetti di grasso)
spara.
I segreti si ricompongono
nell’estraneità della morte.

*) In: Nuovi Poeti Italiani 4, Torino 1994 (Einaudi: Collezione di poesia 249)

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