ihren ungeheuern zum abschied

ihre fünfzehn jahre hinten im speckigen rucksack
macht den reißverschluß auf, soldatenleder,
glitzerndes täschchen à la grande dame
beugt den kümmerkörper mit nuttenlippen
Irmaworte, -geschichte, -fotos, -pfennigabsätze
häftlingshymnen im rosafarbenen atlas der slips
Irma schnürt auf : obszön und schimmernd die düfte
auf bänken, die schweiß sind und bein sind und knochen
flieht so aufgekündigte mädchenträume
die nacht, als eine hand- plumpe -gebärde
in ihrem nest, kostbare haut mit schleifen und sternen,
den himmel, die götter laut schreiend entfernte
Irma-papiere am boden, angeknittert die blätter
preist ihre tulpe an und träumt von margareten
streift strümpfe wie schleier ab, schließt die lenden
lutscht eine praline und pfeift mit den zügen
Irma-worte und nachttief tiefblaue -geschichte
morgengrau’n im augenweit ein kreisrunder stern

(italienisches original bei Borderlands:
http://emoticon.splinder.com/post/12519006/a%27+suoi+orchi+come+addii
– wo ich gern noch weiteres übersetzte)

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