Schlaflosigkeit (Salvatore Quasimodo)

SCHLAFLOSIGKEIT
Nekropole von Pantalica

ein froher hauch von gefiedertem
widerspruch dem grünen licht:
das meer in den blättern.

ich: dissonant. und alles, was mir zur freude entsteht,
zerreißt die zeit; ein schwaches echo
hegt sie davon in baumesstimme.

die liebe zu mir verloren,
unmenschliches gedächtnis:
auf die toten strahlen himmlische wundmale,
gestirnte körper steigen in die flüsse:
es mattet leise eine stunde milden regens,
oder regt ein singen in dieser ew’gen nacht.

seit jahr- und jahren schlafe ich in der
offenen grabkammer meiner erde,
algenschultern gegen graue wasser:

in der stillen luft donnern meteore.

SALVATORE QUASIMODO (dt. von mir)

INSONNIA
Necropoli di Pantàlica

Un soffio lieto d’alati
a verde lume discorde:
il mare nelle foglie.

Dissòno. E tutto che mi nasce a gioia
dilania il tempo; un’eco appena
ne serba in voce d’alberi.

Amore di me perduto,
memoria non umana:
sui morti splendono stimmate celesti,
gravi stellati scendono nei fiumi:
s’affioca un’ora di pioggia soave,
o muove un canto in questa notte eterna.

Da anni e anni, in cubicolo aperto
dormo nella mia terra,
gli omeri d’alghe contro grige acque:

nell’aria immota tuonano meteore.

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