käfige X

worum es geht: um den käfig meiner geschichte. besser noch: um die käfige, in die mich meine geschichte einsperrt. in denen ich umhergehe, mit dem finger, der über die stäbe wie über saiten gleitet, deren klang jedoch dumpf nur an ein plumpsen erinnert. kein harmonischer nachklang, kein ausklingen, keine good vibrations. das sind die käfige, die ich meine. die ich meine nenne.
ich weiß nicht mehr, wer einmal sätze schrieb, die alle anfingen mit: „ich weiß noch, wie“, um einen erinnerungsprozeß einzuleiten, um die „ich weiß noch“ weitere „ich weiß noch“ auslösen zu lassen. im grunde sehr simpel. ich habe es schon einmal probiert und merkte: es funktioniert.
etwa:
ich weiß noch, wie einmal die ohre begradigt wurde. die ohre ist der grenzfluß zum kreis salzwedel (einst ddr), der dann bei magdeburg in die elbe fließt. sie fließt etwa einen kilometer entfernt von meinem heimatdorf (siehe wappen). das bedeutet u.a. auch, daß die grenze zur ddr zum greifen nahe lag (aber davon später). bei der begradigung wurden große schlammhügel aufgehäuft, in denen es u.a. von aalen wimmelte. ich weiß nicht, ob sie jemand gefangen hat. ich fuhr (ich weiß nicht mehr, mit wem) mit dem fahrrad dorthin – und erinnere mich an diese schlammhügel.

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