Dies ist kein Roman, denn wäre es ein Roman, dann hätte dieser Roman mit Sicherheit einen anderen Anfang, als die simple deklaratorische Aussage „Dies ist ein Roman“, womit ich also nur zu verstehen geben will, daß ich konsequent handelnd dem unbestimmten Negationsartikel meinen Tribut zollte und entsprechend gleich von vornherein jede Möglichkeit verneinte, es handele sich um einen Roman, der ja sowie weder eine Handlung noch eine Hauptperson – wenn nicht sich selbst – hat, welche Ingredientien einem Roman ja wohl schwerlich vorenthalten werden können, es sei dann man entschließe sich dazu, einen wie auch immer gearteten Text sich aus dem Kern einer Aussage herauszuspulen zu lassen und dann am Ende vor einem verknüddelten Meßband zu stehen, bei dem man nicht mehr weiß, wo die 0 m und wo meinethalben die 20 m sind, so daß deutlich wird, daß zur Ermittlung einer Distanz mehr vonnöten ist, als eine Hand, die immer fleißig das Band abspult. Darum also (ich habe einen Punkt gesetzt!) ist dies kein Roman. Interessant bleibt lediglich die Aussage, für einen Roman sei es notwendig, die Distanz zu ermitteln. Das könnte also von der Nulldistanz des Ichbinichbin zur Sternendistanz des „Ich gebe wieder, was Er mir erzählte über die Art, wie ich über Ihn berichte, wenn er über seine merkwürdigen Reisen etwas zum Besten gibt, das Ganze dann gelesen und interpretiert von einer völlig fremden Person, die behauptet, das alles stimme gar nicht und beruhe auf der Phantasie Eines, der lieber seine Arbeit vernachlässige und irgendwas in die Tasten zu tippen sich bemüßigt fühle, als wieder an seine Arbeit zurückzukehren“.

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